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Köhl 18.02.2016

Wachstumskurs weiter fortgesetzt

Der Sitzmöbelhersteller Köhl aus Rödermark erwirtschaftete im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Umsatz von rund 16 Millionen Euro. Dies entspricht im Vergleich zum Vorjahr einem Plus von zehn Prozent. Einer der Großaufträge kam von der Universität Göttingen, die für ihr 2015 bezogenes Lern- und Studiengebäude 1000 Köhl-Stühle orderte.

Thomas Köhl, geschäftsführende Gesellschafter der Köhl GmbH
Thomas Köhl, geschäftsführende Gesellschafter der Köhl GmbH

Das ausgezeichnete Geschäftsergebnis von Köhl ist nur zum Teil auf die gute Konjunkturlage der Büromöbelbranche zurückzuführen. Neben diversen Vertriebs- und Marketingaktivitäten sorgte vor allem die Produktneuentwicklung des Köhl Air-Seat maßgeblich für die Umsatzsteigerung. Der Köhl Air-Seat mit einem direkt im Sitzpolster integrierten Zwei-Kammer-Luftkissen für bewegtes Sitzen wurde nach zweijähriger Entwicklungsarbeit erstmals im Oktober 2014 auf der Orgatec in Köln vorgestellt.

Bereits 2015, im ersten Jahr der Markteinführung, wurden mehr als 5000 Stühle damit ausgestattet. „Das lag weit über unseren Planzahlen“, berichtet der geschäftsführende Gesellschafter, Thomas Köhl. In diesem Jahr rechne das Unternehmen mit 10000 Auftragseingängen für den Air-Seat.

Rund eine halbe Million Euro hat Köhl während des abgelaufenen Geschäftsjahres in die Entwicklung neuer Sitzkonzepte und Stühle investiert. Zu den Investitionen gehörte auch die Weiterbildung der Mitarbeiter und Fachhandelspartner zu Ergonomie-Coaches, die somit in der Lage sind, Sitzgewohnheiten am Arbeitsplatz zu analysieren und gegebenenfalls zu korrigieren.

Unzufrieden ist Thomas Köhl derzeit allerdings mit dem Exportanteil, der im vergangenen Jahr bei rund zehn Prozent lag. „Das ist einfach zu gering“, unterstreicht der Geschäftsführer. Schließlich betreffe der demografische Wandel ja nicht nur Deutschland, sondern ganz Europa. „Der Wunsch nach gesunden Stühlen dürfte also in anderen Ländern genauso ausgeprägt sein“, schlussfolgert Köhl. „Dementsprechend sehen wir insbesondere in den Nachbarländern auch noch Wachstumschancen“, fügt er hinzu.
www.koehl.com