Der Inkassodienstleister als Mediator

Forderungsmanagement - Teil 1

Im Onlinehandel bedeutet eine miserable Zahlungsmoral eine Herausforderung für die Liquiditätssicherung. Die Käuferanonymität im Netz fördert solches Verhalten offenbar. Drei Tipps, worauf Sie bei Ihrem Inkassodienstleister achten sollten.

Das Forderungsmanagement an einen Inkassodienstleister zu vergeben stellt insofern eine attraktive Möglichkeit dar, die eigenen Ressourcen zu schonen. Inkassodienstleister ist dabei aber nicht gleich Inkassodienstleister. In unserer Serie „3×3 Tipps, worauf Sie bei Ihrem Inkassodientleister achten sollten“ zeigen wir, wo Fallstricke lauern und wodurch sich die Qualität eines Inkassodienstleisters auszeichnet.

Forderungsmanagement bedeutet oft die Quadratur des Kreises, weil sich verschiedene Unternehmerinteressen gegenüberstehen. Einerseits sollen offene Forderungen beigetrieben werden, um wirtschaftlich handlungsfähig zu bleiben. Andererseits sind intakte Geschäftsbeziehungen gleichermaßen wichtig für eine erfolgreiche Unternehmensführung. Inkassodienstleister treten hier als professioneller Mediator auf, der beide Interessen kombiniert und effektive Lösungsstrategien erarbeitet und umsetzt. Wie Mediatoren im Forderungsmanagement funktionieren, zeigen wir im ersten Teil unserer Serie „3×3 Tipps, worauf Sie bei Ihrem Inkassodientleister achten sollten“.

Der Inkassoprozess (Quelle Grafik:PNO inkasso AG)
Der Inkassoprozess (Quelle Grafik:PNO inkasso AG)
1. Was bedeutet Mediation im Inkassobereich?

Kurz gesagt bedeutet Mediation im Inkassobreich, dass der Dienstleister als Vermittlungsinstanz zwischen den Parteien auftritt. Ziel der Mediation ist es, dem inkassomandaten, dem Gläubiger, zu seiner Forderung zu verhelfen, ohne die Geschäftsbeziehungen Übergebühr zu strapazieren. Die Erhaltung eines langfristigen, erfolgreichen und stabilen Umgangs zwischen Gläubiger und Schuldner steht im Zentrum der Forderungsmediation. Seriosität, Kommunikationsfähigkeit und Empathie sind Grundvoraussetzungen für den mediativen Forderungserfolg.

Praxistipp: Informieren Sie sich im Vorfeld der Forderungsübergabe über Inkassodienstleiter. Vor allem im Inkassobereich gibt es deutliche Unterschiede. Die Leistungsspektren sowie die Philosophien im Forderungsmanagement reichen von „eiserner Faust“ bis „Mediation auf Augenhöhe“.

2. Wie funktioniert Mediation im Inkasso?

Mediation im Forderungsmanagement funktioniert, indem sich der Inkassodienstleister als Vermittlungsinstanz begreift. Als solche vertritt sie die Interessen des Gläubigers in einer Art und Weise, dass sich der Schuldner nicht attackiert fühlt. „Oft reicht ein moralischer Appell“, sagt beispielsweise Alfons Winhart, Vorstand der PNO inkasso AG aus Deggendorf. Das Gros der offenen Forderungen wird nach der ersten oder zweiten Mahnung bezahlt. „Viele Schuldner wollen einfach testen, ob wir es ernst meinen mit unserer Forderung“, beschreibt Winhart seine Erfahrungen.

Praxistipp: Fragen Sie sich selbst, welche Form des Forderungsmanagements am besten zu Ihrem Unternehmen passt. Entscheiden Sie dann, woran Ihnen am ehesten gelegen ist.

3. Was haben Sie davon?

Mit der Entscheidung für mediatives Inkasso gelingt der Spagat zwischen dem Beitrieb der Forderung und der Erhaltung der Geschäftsbeziehung. Sie bekommen beides, weil Ihr Kunde keine negative Assoziation mit Ihnen aufbaut. Viele Geschäftsbeziehungen gewinnen durch professionelles, mediatives Forderungsmanagement.

Praxistipp: Riskieren Sie keine Geschäftsbeziehungen, sondern setzen Sie auf mediatives Forderungsmanagement. So gewinnen Sie auf ganzer Linie.

www.pno-inkasso.de