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Elektronische Post 04.08.2010

VDBF fordert Folgen von De-Mail zu klären

Der Verband der Briefumschlaghersteller, VDBF, hat in einer Stellungnahme angemahnt, die Folgen der Einführung von De-Mail besser zu prüfen. Fragen des Umweltschutzes und der Arbeitsplatzsicherheit würden zu wenig Beachtung finden, kritisiert der Verband.

“Während sich die
Briefumschlagindustrie seit Jahren um umweltfreundliche Fertigungsverfahren
bemüht und inzwischen sogar CO2-neutrale Umschläge anbietet, wird
beim Entwurf zum De-Mail-Gesetz eine Umweltverträglichkeitsprüfung nicht einmal
in Erwägung gezogen”, so der Verband. Gleichwohl verursachten die elektronischen Briefe eine
Reihe externer Effekte, so beim millionenfachen Ausdruck von Dokumenten an heimischen Arbeitsplatzdruckern
sowie beim Betriebes zusätzlicher
Rechnerkapazitäten.
CDU, CSU und FDP haben die Verabschiedung eines De-Mail-Gesetzes in ihre Koalitionsvereinbarung aufgenommen. Vor diesem Hintergrund ist geplant, dass De-Mail in der zweiten Jahreshälfte 2010 zur Verfügung steht. Behörden und Unternehmen erwarten deutliche Einsparungen bei den Zustellkosten durch die Einführung von De-Mail. Der Versand eines einfachen Dokuments soll rund 15 Cent kosten. Ein Pilotversuch in Friedrichshafen war im Frühjahr abgeschlossen worden. Nach Angaben des Online-Portals Heise Online würden 90 Prozent der Nutzer den Dienst weiterempfehlen, obwohl viele Anwendungsfälle vermisst werden. Kritiker sehen zahlreiche Datenschutzlücken im Gesetzentwurf. Auf Inhalte, Passwörter, Kennung einer De-Mail kann dem Gesetzentwurf zufolge von Sicherheitsbehörden zugegriffen werden.
www.vdbf-online.de