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Adveo Deutschland 28.03.2019

Großhändler gibt Geschäftsbetrieb auf

In einer Management Information an die Handelspartner, hat Sven Pelka, Managing Director bei Adveo Deutschland, über die aktuelle Situation in Sehnde-Höver informiert. Darin wird über die Zukunft des Großhändlers wenig Hoffnung verbreitet. Die Mitarbeiter haben zum Ende Mai 2019 die Kündigung erhalten und der Geschäftsbetrieb wird voraussichtlich “bis Ende April 2019 aufrechterhalten”.

Adveo Deutschland
Adveo Deutschland

Nach der im November eingeleiteten Restrukturierung in Eigenverwaltung war Adveo-Geschäftsführer Sven Pelka noch sehr zuversichtlich: „Vertrieb und Service gehen ohne Einschränkungen weiter. Die vergangenen Monate haben gezeigt, dass unsere Strategien und Maßnahmen zur Verbesserung von Angebot und Service funktionieren. Alle Leistungen werden wieder pünktlich und in ursprünglicher Qualität erbracht.“ Anfang 2018 hatte Sven Pelka die Geschäftsführung der Adveo Deutschland GmbH übernommen. Er setzte mit Erfolg ein umfassendes Reorganisationsprogramm um. Allerdings belasteten nach wie vor hohe Altschulden und Altlasten das Unternehmen. Der Geschäftsbetrieb der Adveo Deutschland, die Stand Mitte Oktober 2018 rund 160 Mitarbeiter beschäftigte, wurde bis zuletzt in vollem Umfang fortgeführt.

Gestern nun das Update zum Insolvenzverfahren. Darin heißt es: “seitdem Adveo Deutschland im November 2018 ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung anstreben musste (Der Antrag war geboten, nachdem die spanische Muttergesellschaft seit Mitte Oktober 2018 einem außergerichtlichen Gläubigerschutz nach spanischem Recht in Form eines Moratoriums zu deren weiteren Sanierung unterstand, Anmerkung d. Redaktion), ist es uns dank Ihrer Aufträge und Bestellungen gelungen, den Geschäftsbetrieb der Adveo Deutschland stabil fortzuführen.”

Weiter erklärt Sven Pelka, dass die Investorensuche erfolglos geblieben ist: “Der von uns initiierte und mit den Gläubigern abgestimmte strukturierte Investorenprozess erweist sich derzeit herausfordernder als ursprünglich abzusehen. Höchst vorsorglich informieren wir Sie mit diesem Anschreiben, dass wir unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zum Ende Mai 2019 gekündigt haben und unser Geschäftsbetrieb nach aktuellem Stand der Dinge bis voraussichtlich Ende April 2019 aufrechterhalten werden kann.”

Selbstverständlich sei geplant, die Kunden in den kommenden Wochen weiterhin mit Angeboten, mit Dienstleistungen, mit Rat und Tat zu versorgen. “Gerne diskutieren wir mit Ihnen auch mögliche Alternativen für Ihre zukünftigen Warenlieferungen und Dienstleistungsangebote”, ergänzt Sven Pelka und schließt mit den Worten “Wir danken für Ihr Vertrauen und Ihre Treue. Die bekannten Ansprechpartner stehen Ihnen weiterhin für Fragen zur Verfügung.”

In Zeit der Eigenverwaltung hatte das zuständige Amtsgericht keinen Insolvenzverwalter, sondern einen sogenannten Sachwalter eingesetzt. Dessen Aufgabe war es, ähnlich wie ein Aufsichtsrat das Verfahren im Interesse der Gläubiger, zu überwachen. Als Sachwalterin wurde Dr. Stefanie Zulauf von der Kanzlei Eckert Rechtsanwälte bestellt. Für den 29. April wurde vom Amtsgericht Gifhorn eine Gläuberversammlung festgesetzt.

Adveo ging aus einem strategischen Zusammenschluss der Unipapel Unternehmensgruppe hervor. Das Unternehmen wurden 1976 gegründet und entstand im Rahmen eines Unternehmenszusammenschluss der Firmen Papyrus, Segundo Moreno und Vascongada de Sobres y Bolsas. 1986 ist Unipapel dann an die Börse gegangen und übernahm 2009 die Firma Adimpo (Distributor von EDV-Zubehör-Artikeln). Im Jahre 2011 wurde der europäische Marktführer im Bereich Büromaterial (PBS) SPICERS erfolgreich übernommen. 2012 hat der spanische Mutterkonzern alle Unternehmen die Firma in Adveo umbenannt, um nun einheitlich unter diesem Namen zu operieren.
www.adveo.de