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Kommentar 24.03.2020

Wo bleibt die Solidarität der Banken?

In der wohl größten Krise, die die Welt je erlebt hat, wird sich zeigen, was die sogenannten „Hausbanken“ unter Partnerschaft verstehen. Bisher scheinen diese auf ganzer Linie versagt zu haben, denn sie verlassen sich wieder auf den Staat.

Pietro Giarrizzo, Redaktion PBS Report
Pietro Giarrizzo, Redaktion PBS Report

Sie scheuen das Risiko, wie der Teufel das Weihwasser. Jeder Tag zählt. Es um die Gesundheit der Bevölkerung. Überall in Deutschland kämpfen Unternehmer um das Überleben ihrer Betriebe. In diesen schwierigen Zeiten zeigen die Banken ihr wahres Gesicht. Die mittelständischen Unternehmen sind die tragenden Säulen unserer Wirtschaft. Vor allem dem Handel geht jetzt das Geld aus. Der Liquiditätsengpass, hervorgerufen durch die Corona-Krise, muss deshalb schnell und unbürokratisch überwunden werden. Die „Finanzakteure“ leben weiter in ihrer eigenen Welt. Solidarität und gesellschaftliche Verantwortung gehören nicht zu deren Wortschatz.

Es ist zurzeit enorm wichtig, dass der Handel schnell Liquidität bekommt. Viel wird davon abhängen, ob die seitens der Bundes- und Landesregierungen zugesagten Liquiditätshilfen für den Handel auch schnell dort ankommen. „Die derzeitigen Regelungen, über die Hausbanken Fördermittel der KfW anzufragen, sind einfach nicht praktikabel und schnell genug“. Dies liege vor allem daran, dass auf die Hausbank ein Risikoanteil von etwa zehn Prozent entfalle und deshalb in jedem Einzelfall eine Risikoprüfung vorgenommen werde. „Dies dauert zu lange. Der Mittelstandsverbund drängt daher über seine Verbände auf eine 100-prozentige Risikoübernahme seitens der öffentlichen Hand. Anders werde es kaum funktionieren“, sagt Dr. Benedikt Erdmann. Der Vorstandsprecher der Soennecken eG in Overath ist gleichzeitig Vizepräsident des Mittelstandsverbundes und engagiert sich gerade jetzt mit allen Mitteln, damit beim Handel die Hilfe schnell ankommt: „Niemand soll das Gefühl haben, dass er in dieser Situation alleingelassen wird“. Lesen Sie dazu die nachfolgende aktuelle Pressemitteilung des Mittelstandsverbundes.

Es ist jetzt sicher nicht die Zeit, die Banken an den Pranger zu stellen. Aber zu schnell haben die Bürger wohl vergessen, dass die Finanzkrise – sie begann im August 2007 – die deutschen Steuerzahler bisher eine zweistellige Milliardensumme gekostet hat. Laut Bundesregierung wohl weit mehr als 68 Milliarden Euro. Eine Zahl, die im vergangenen Jahr bekannt gegeben wurde. Noch heute sind die Folgen nicht bewältigt. Der Staat ist weiter damit beschäftigt, die heimischen Banken zu stützen. Das sollten wir – die Unternehmen und die Arbeitnehmer – in Erinnerung rufen und ebenso nicht so schnell wieder vergessen. Eine Anfrage der Bundestagsfraktion der Grünen, über die die Süddeutsche Zeitung zuerst berichtet hatte, zeigt wie verheerend die Bilanz ist. Demnach hat eine vierköpfige Familie bisher mehr als 3000 Euro für die Pleitebanken bezahlt.

Das Kabinett in Berlin hat jetzt ein umfangreiches Gesetzespaket beschlossen, das in dieser Woche vom Bundestag verabschiedet werden soll. Soforhilfe ist jetzt angesagt – im besten Fall ohne Umwege über die Banken.

Haben Sie Fragen zur aktuellen Situation oder wollen Sie Kollegen darüber informieren, wie Sie ihre Kunden vor Ort – trotz geschlossener Ladengeschäfte – weiterhin mit Waren aus der PBS-Welt versorgen, rufen Sie uns an (Tel. 069 42090379‬) oder teilen Sie uns Ihre Erfahrungen per E-Mail mit.

Bleiben Sie gesund!

Mit besten Grüßen
Pietro Giarrizzo
Redaktion PBS Report