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Fusion Pelikan-Herlitz 09.11.2009

Pelikan übernimmt Mehrheit des Konkurrenten Herlitz

Nach jahrelanger Sanierung verkauft der Finanzinvestor Advent International seine Herlitz-Mehrheit von knapp zwei Dritteln an den malaysischen Schreibwaren- und Büroartikelproduzenten Pelikan, wie Herlitz am Freitag mitteilte.

Pelikan
Pelikan

Pelikan übernimmt 66 Prozent seines Konkurrenten Herlitz. Dafür und für Optionen und Gesellschafterdarlehen zahlt die Pelikan International Corporation Berhad einen Kaufpreis von 45 Millionen Euro, wie die bisherige Eigentümerin, die Private-Equity-Gesellschaft Advent International mitteilte. Darin enthalten ist den Angaben zufolge der Erwerb von 94,9 Prozent an der Herlitz-Tochtergesellschaft Molkari Falkensee, die Eigentümerin des Logistik-Zentrum von Herlitz ist.
“Die Übernahme von Herlitz durch Pelikan ist ein logischer Schritt, der zwei führende Marken zusammen bringt”, erklärte der Geschäftsführer der Advent International in Frankfurt, Jan Janshen. “Herlitz verfügt über eine starke Präsenz in Deutschland und Osteuropa sowie über gut etablierte Distributionsstrukturen, vor allem im Lebensmitteleinzelhandel. Pelikan hat eine führende Marktposition in Westeuropa, Lateinamerika und Asien sowie etablierte Kundenbeziehungen im Fachhandel.” Der Übernahme müssen die Kartellbehörden noch zustimmen.
 
Das Traditionsunternehmen Herlitz wurde 1904 gegründet und vertreibt heute rund 12.000 unterschiedliche Artikel vom Spitzer bis hin zu Schreibblöcken. Für 2008 wies die börsennotierte Firma einen Gesamtumsatz von 301,9 Millionen Euro und einen Betriebsgewinn (Ebit) von 3,7 Millionen Euro aus.
 
Herlitz ist in Deutschland seit 1977 an der Frankfurter Wertpapierbörse notiert. Nach einer starken Wachstumsphase bis Mitte der 1990er Jahre durchlief Herlitz eigener Auskunft zufolge 2001 eine finanzielle Restrukturierung. Im Zuge dessen übernahm ein Bankenkonsortium einen Anteil von 65 Prozent an dem Unternehmen. 2005 kaufte dann Advent den Anteil.