Ideal Florian Lehmann

Auf Kurs zur Mission 2030

Florian Lehmann, neuer CEO von Krug + Priester, spricht im Dialog-Interview über Ziele, Wachstum, Weiterentwicklung von Organisation und Vertrieb sowie von zukunftsorientierter Unternehmenskultur. mehr…

Papiernest

Innovation mit Wirkung

Wie PapierNest mit einer klaren Plattform-Strategie Sortimente bündelt, Flächen produktiver macht und dem Handel neue Spielräume eröffnet. Constantin von Braun und Burkhard Schepermann im Interview. mehr…

Cactus

Gemeinsam Zukunft gestalten

Der Grußkartenspezialist Cactus startet mit Susy Card in 2026 durch. Lesen Sie, welche Rolle die hohe Fertigungstiefe, die internationale Produktionsstrategie und das neue Führungsteam spielen. mehr…

Christian Haeser

Neue Regeln und neue Rollen?

Christian Haeser, Geschäftsführer des Handelsverbandes Wohnen und Büro, ordnet ein, was auf die PBS-Branche zukommt, wo die größten Risiken liegen und welche Rolle dem Fachhandel künftig zukommt. mehr…

Recht 16.04.2010

bvh fordert Verkaufsfreiheit für Markenartikel im Internet

Der Bundesverband des Deutschen Versandhandels (bvh) fordert uneingeschränkte Verkaufsfreiheit für Markenartikel im Internet. Der Verband kritisiert den Entwurf der EU-Regeln für den Internet-Vertrieb von Waren, die ab Juni gelten könnten.

Christoph Wenk-Fischer, Stv. bvh-Hauptgeschäftsführer, sagt: “Die Regeln erlauben es Warenherstellern weiterhin, reine Internet-Händler vom Vertrieb auszuschließen, wenn diese nicht zusätzlich Ladengeschäfte betreiben. Damit wird der Online-Handel gegenüber dem stationären Handel benachteiligt.” Der bvh hat sich daher mit dem Europäischen Verband für Online- und Versandhandel EMOTA und Partnerverbänden aus den Nachbarländern an die EU-Kommission gewandt und Änderungen gefordert. “Der Gesetzgeber sollte die Entwicklung des Internets fördern, anstatt sie auszubremsen. Beschränkungen des Internet-Vertriebs sind angesichts der rasanten Branchenentwicklung nicht mehr zeitgemäß”, so Wenk-Fischer, “der Online-Handel muss den anderen Vertriebsformen gleichgestellt werden. Davon profitieren die Kunden durch ein noch besseres Angebot und transparente Preise.”
Die EU-Kommission berät derzeit eine Neufassung der vertikalen Gruppenfreistellungsverordnung (GVO vertikal). Die alte Norm aus dem Jahr 1999 läuft Ende Mai aus. Noch aus der Entstehungszeit der Verordnung stammt die Regelung, dass Hersteller den Internet-Vertrieb ihrer Produkte auf Händler beschränken können, die ihre Waren nicht nur online vertreiben, sondern mindestens ein oder mehrere Ladengeschäfte unterhalten. Allerdings haben sich die wirtschaftliche Bedeutung des Online-Handels und das Käuferverhalten seit dieser Zeit rapide verändert. Der Internet-Umsatz mit Waren stieg laut der bvh/TNS Infratest-Studie “Distanzhandel in Deutschland 2009” auf mehr als das Fünfzehnfache, in Summe 15,5 Mrd. Euro (Jahr 2000: rund 1 Mrd. Euro). Laut der Allensbacher Computer- und Technik-Analyse ACTA stieg die Zahl der deutschen Online-Käufer von 12,9 Mio. in 2001 auf 32,5 Mio. im vergangenen Jahr. “Die Kaufbereitschaft der Deutschen im Internet ist ungebrochen und wird weiter zunehmen”, sagt Wenk-Fischer, “es ist daher an der Zeit, die Beschränkungen des Online-Handels endlich aufzuheben und das Internet als gleichberechtigten Vertriebskanal anzuerkennen.”
Informationen unter www.versandhandel.org