UMP 3-4 2026

Haftnotizen von der Rolle

Mit den UPM Notes zeigt UPM, wie sich dieses klassische Produkt durch neue Materialien, recyclingfähige Verpackungen und innovative Formate nachhaltiger und funktionaler weiterentwickeln lässt. mehr…

Krise ist das neue Normal

Krise ist das neue Normal

Die Konsumlaune bleibt fragil, Plattformen aus Fernost setzen neue Preisanker. Dr. Kai Hudetz vom IFH Köln erklärt, warum 2026 kein Übergangsjahr wird, sondern ein Stresstest für den Handel. mehr…

Hamelin

Hamelin: Strategie nach der Integration

Die Integration von Pelikan und herlitz hat Hamelin strategisch gestärkt. Gleichzeitig zeigte sich, wie anspruchsvoll die Zusammenführung internationaler Marken sein kann. Mehr im Interview ... mehr…

Utax

UTAX: IT-Sicherheit beim Drucken und Scannen

Drucker und MFP sind oft blinde Flecken der IT-Sicherheit, obwohl sie sensible Daten verarbeiten; mit NIS-2 wächst der Druck, weshalb UTAX seine Systeme ab Werk umfassend absichert und erweitert. mehr…

Handelsverband Wohnen und Büro 11.07.2025

Nach der Reisesaison könnte sich die Kaufzurückhaltung im Herbst lösen

Der Handelsverband Wohnen und Büro erwartet für die zweite Jahreshälfte eine positive Konsumentwicklung. Nach dem Reisesommer rückt das eigene Zuhause wieder stärker in den Fokus – mit Chancen für Handel und Hersteller im Bereich Wohnen und Einrichten.

Christian Haeser, Geschäftsführer des Handelsverbands Wohnen und Büro e.V.
Christian Haeser, Geschäftsführer des Handelsverbands Wohnen und Büro e.V.

Der Handelsverband Wohnen und Büro (HWB) rechnet im Bereich Home and Living mit einem Konsumanstieg in der zweiten Jahreshälfte. Nach der Reisesaison im Sommer dürfte der Fokus vieler Menschen wieder verstärkt auf das eigene Zuhause rücken – nicht zuletzt wegen der wirtschaftlichen Unsicherheiten der vergangenen Monate. Gerade dieser Rückzug ins Private birgt Potenzial für eine Belebung des Konsumverhaltens im Bereich Wohnen und Einrichten.

„Wir erwarten, dass die Menschen sich nach einem intensiven Reisesommer wieder stärker auf ihr Zuhause konzentrieren – sei es durch Investitionen in Möbel, Beleuchtung, Heimtextilien oder Arbeitsumgebungen im Homeoffice. Der Wunsch nach Rückzug und Geborgenheit ist weiterhin ein starker Treiber“, sagt Christian Haeser, Geschäftsführer des Handelsverbands Wohnen und Büro. „Für den Fachhandel bietet sich damit im Herbst eine echte Chance.“

Die Kaufzurückhaltung der vergangenen Monate war spürbar – getrieben von Unsicherheiten rund um Energiepreise, Baukosten und allgemeine Preisentwicklungen. Dennoch: Der Rückgang im Konsumverhalten scheint sich abzuflachen. Viele Haushalte, die Anschaffungen im Frühjahr und Sommer verschoben haben, könnten ab dem dritten Quartal wieder aktiver werden.

Zuhause als Rückzugsort gewinnt an Bedeutung
Der Cocooning-Trend, also die bewusste Rückkehr ins private Umfeld, verstärkt sich in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit. Studien und Marktentwicklungen der vergangenen Jahre zeigen: Gerade in herausfordernden Phasen investieren Menschen eher in das Zuhause – sei es aus praktischen oder emotionalen Gründen. Die Bereitschaft, sich wieder einzurichten, wächst erfahrungsgemäß, sobald eine gewisse Stabilität in Sicht ist.

Wohnungsbau bleibt Schlüssel zur Nachfragebelebung
„Wir hoffen sehr, dass die Maßnahmen der neuen Bundesregierung rund um den Wohnungsbau rasch Wirkung zeigen“, so Haeser. „Denn klar ist: Ohne ausreichenden Wohnraum gibt es auch keinen nachhaltigen Impuls für unseren Markt. Jeder neu geschaffene oder sanierte Wohnraum bringt Bewegung – auch im Einrichtungsbereich.“

Der Verband blickt trotz der aktuellen Rahmenbedingungen mit vorsichtigem Optimismus in die kommenden Monate. Erste Signale einer wirtschaftlichen Stabilisierung sind erkennbar. Das Konsumklima hellt sich langsam auf – wenn auch auf niedrigem Niveau.

Zuversicht trotz Herausforderungen
Trotz weiterhin bestehender Herausforderungen rechnet der HWB mit einer Belebung des Marktes im Herbst. Der Handel ist vorbereitet, Verbrauchern mit Qualität, Service und Inspiration zu begegnen. Gerade jetzt gilt es, Vertrauen zurückzugewinnen und den Menschen das Gefühl zu geben, dass Investitionen ins Zuhause wertvoll und richtig sind.

Positive Ausblicke für 2026 geben weiteren Anlass zur Zuversicht
Ein zusätzlicher Lichtblick: Sowohl das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) als auch das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) prognostizieren für 2026 eine spürbare konjunkturelle Erholung. Diese erwartete Aufhellung der gesamtwirtschaftlichen Lage könnte auch dem Konsumklima neuen Rückenwind geben – eine Perspektive, die Zuversicht gibt, langfristig wieder auf mehr Stabilität setzen zu können.
hwb.online