Nordstil 13.01.2026

Orderhoch statt Wettertief

Zehn ausgebuchte Hallen, hohe Orderqualität und zufriedene Besucherinnen und Besucher. Die Nordstil Winter 2026 hat sich in Hamburg als stabiler Startpunkt ins Handelsjahr bestätigt. Trotz winterlicher Wetterlage wurde auf hohem Niveau geordert, teilweise über Vorjahr.

Großer Andrang auf dem GenussGipfel, dem Novum der Nordstil Winter 2026.
Großer Andrang auf dem GenussGipfel, dem Novum der Nordstil Winter 2026. © Foto: Messe Frankfurt / Rolf Otzipka

Die Nordstil Winter 2026 hat ihre Rolle als zentrale Ordermesse für den Norden erneut unter Beweis gestellt. Mehr als 9.000 Händlerinnen und Händler nutzten die Veranstaltung gezielt für Sortimentsentscheidungen. 97 Prozent der Besucherinnen und Besucher zeigten sich mit ihrem Messebesuch zufrieden. Die Ordertätigkeit bewegte sich auf verlässlich hohem Niveau und lag in Teilen über den Ergebnissen des Vorjahres.

Auf zehn Hallenebenen präsentierten über 800 Aussteller ihre Neuheiten in den fünf Produktbereichen Geschenke und Papeterie, Haus und Garten, Küche und Genuss, Schmuck und Mode sowie Stil und Design. Die klare Struktur der Messe und die persönliche Atmosphäre sorgten für Orientierung und effiziente Gespräche. Viele Aussteller berichteten von gut vorbereiteten Einkäuferinnen und Einkäufern mit klaren Erwartungen und konkreten Bedarfen.

„Die Besucherinnen und Besucher waren ausgesprochen kauffreudig, der Zeitpunkt im Januar ist ideal für Sortimentsanpassungen und neue Impulse. Wir konnten viele Neukunden gewinnen und insbesondere am Sonntag sogar mehr Umsatz erzielen als im Vorjahr“, sagt Britta Pedersen, Sales Manager Lene Bjerre Design aus der Produktgruppe Haus und Garten.

Auch aus Sicht der Veranstalter fällt das Fazit positiv aus. „In vielen Gesprächen wurde deutlich, wie engagiert und gezielt der Handel orderte, mit einem spürbar höheren Auftragsvolumen je Bestellung. Gerade zum Jahresauftakt bietet die Nordstil den passenden Rahmen, um Inspiration in konkrete Sortimentsentscheidungen zu übersetzen“, betont Julia Uherek, Bereichsleiterin Consumer Goods Fairs bei der Messe Frankfurt.

Ergänzt wurde das Ausstellerangebot durch ein praxisnahes Rahmenprogramm. Das Nordstil Forum und die Trendinseln boten konkrete Impulse für den Point of Sale. Die Vorträge stießen auf großes Interesse und wurden intensiv genutzt. Zusätzliche Orientierung lieferte das Nachhaltigkeitslabel Ethical Style, das für viele Händlerinnen und Händler weiter an Bedeutung gewinnt.

Dass die Qualität der Gespräche im Mittelpunkt stand, bestätigen auch weitere Aussteller. „Umsatzseitig liegen wir etwa auf Vorjahresniveau, hatten dafür aber deutlich mehr Zeit für intensive Beratungsgespräche mit Kundinnen und Kunden aus dem In- und Ausland. Zusammen mit neuen Impulsen wie der Sektbar in Halle A2 ergab das eine besondere Atmosphäre“, erklärt Ayla Tutkunkardes, Gründerin von Parsley and Pepper aus dem Bereich Schmuck und Mode.

Über alle Produktgruppen hinweg wurde die Stimmung als offen, konzentriert und persönlich beschrieben. Besucherinnen und Besucher nutzten die Messe bewusst, um über ihre Kernsortimente hinaus neue Impulse zu entdecken. In diesem Kontext gewann auch der Produktbereich Spielwaren an Sichtbarkeit und wurde vom Handel als relevante Sortimentsergänzung wahrgenommen. „Auf der Nordstil treffen wir auf Kundinnen und Kunden, die wir auf anderen Messen nicht erreichen. Entsprechend konnten wir viele Neukontakte knüpfen“, sagt Tim Teckentrup, Sales Account Manager bei Asmodee.

Ein besonderes Signal setzte der erstmals durchgeführte GenussGipfel. Als hochwertige Ergänzung zum Bereich Küche und Genuss überzeugte das neue Format mit hoher Nachfrage und neuen Kontakten über Norddeutschland hinaus. „Unser erster Auftritt auf dem GenussGipfel hat uns die Tür zum norddeutschen Handel geöffnet. Die Nachfrage hat unsere Erwartungen deutlich übertroffen“, erklärt Georg Fürmaier, Gründer von Gewürzwerk.de.

Die nächste Nordstil findet als Sommerausgabe vom 25. bis 27. Juli 2026 in Hamburg statt.
nordstil.messefrankfurt.com