New Work Evolution 11.05.2026

Fachmesse als Impulsgeberin für modernes Arbeiten

Mehr als 11.000 Besucherinnen und Besucher aus 34 Ländern kamen Anfang Mai zur New Work Evolution nach Karlsruhe. Im Mittelpunkt der Fachmesse standen moderne Arbeitswelten, Unternehmenskultur, Künstliche Intelligenz und die Frage, wie Unternehmen Transformation nachhaltig gestalten können.

Vordenkerinnen und Vordenker rund um neues Arbeiten waren ebenso Teil der NWE wie Unternehmen, die an den Messeständen praktisch und greifbar ihre Lösungen für moderne Arbeitskultur präsentierten.
Vordenkerinnen und Vordenker rund um neues Arbeiten waren ebenso Teil der NWE wie Unternehmen, die an den Messeständen praktisch und greifbar ihre Lösungen für moderne Arbeitskultur präsentierten.© Foto: Messe Karlsruhe / Captureme

Am 7. Mai 2026 ist in der Messe Karlsruhe die dreitätige Fachmesse und Convention New Work Evolution (NWE) zu Ende gegangen – und machte einmal mehr deutlich, dass die Arbeitswelt massiv von der gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Volatilität geprägt ist. Um agil auf diese Veränderungen reagieren zu können, braucht es auch in der Arbeitswelt eine Kultur der Flexibilität und Offenheit – und vor allem Sinn. Das machte auch Keynote Speaker und New Work-Vordenker Ali Mahlodij deutlich: „Was ist die erste Frage, die Kinder stellen? Warum – die Purpose-Frage.“ Vom 5. bis 7. Mai 2026 hatten mehr als 11.000 Besuchende aus 34 Ländern den Weg nach Karlsruhe gefunden, um sich vor Ort über neues Arbeiten sowie auf der parallel stattfindenden Learntec über neues Lernen zu informieren – Themen, die in den Unternehmen bereits eng verzahnt sind.

An den Messeständen drehte sich daher alles um die Frage, wie modernes Arbeiten aussehen kann – räumlich, technologisch und kulturell – und wie es gelingen kann, das eigene Unternehmen zu transformieren. Die HCD GmbH hatte auf 120 qm ein Büro der Zukunft erstellt, bei der Arbeitsräume für jede Situation den passenden Rahmen schufen: Mit neuester Technologie ausgestattete Meetingareale ebenso wie flexibel gestaltbare Kreativräume wie auch Ruhearbeitsplätze und kleine Wohlfühloasen. Haufe-Lexware brachte an ihrem Stand Expertinnen und Experten rund um Themen wie Künstliche Intelligenz, Employer Branding und Chancengleichheit zusammen. Transformationsberatung für Unternehmen stand an den Ständen von Karsten Franz, Transformationsberater, und Strasser & Strasser auf dem Programm.

Besuchende vor Ort konnten vor allem von der Bandbreite der Ausstellenden in den Bereichen Technology, People & Culture und Office profitieren. Antonia Schulz, Projektleitung für Unternehmens- und Organisationsentwicklung beim OEV (Oldenburgisch-Ostfriesischer Wasserverband), nahm eine sechsstündige Anreise in Kauf, um sich für ihr Transformationsprojekt Impulse zu holen: „Wir wollen intern unsere gesamte Hauptverwaltung einmal auf links drehen. Wir haben einige Herausforderungen und waren auf der Suche nach Inspiration – und die haben wir hier gefunden. Die zentrale Frage: Wie können wir die unterschiedlichen Bedarfe alle bedienen? Genau dabei wurden wir hier umfassend beraten. Auch die Vorträge waren sehr spannend. Wir haben viele wertvolle Impulse zum Thema New Work für unsere weitere Entwicklung bekommen.“

Stefan Kreutziger, Sales Manager Deutschland und Österreich bei SilentLab, sagte: „Die NWE 26 war für uns, wie auch im Jahr zuvor, ein voller Erfolg. Diese Messe hat enormes Potenzial. Vielen Dank für die tolle Zusammenarbeit und an alle helfenden Hände hinter den Kulissen. Bis nächstes Jahr!“

Britta Wirtz, Geschäftsführerin der Messe Karlsruhe, erklärte: „Karlsruhe ist ein Wissenschafts- und IT-Standort. Neue Arbeitsformen sind bei vielen Firmen hier bereits Standard. So hat sich auch die Messe Karlsruhe als Unternehmen der öffentlichen Hand vor fast sechs Jahren auf den Weg in die Transformation gemacht – und das hat eine unglaubliche Agilität und ein ganz neues Miteinander in die Teams gebracht. Aber wir wissen auch: Um dies aufrechtzuerhalten, braucht es eine Kultur der Veränderung und die Bereitschaft, Systeme und Prozesse immer wieder zu hinterfragen.“

New Work lebt – und verändert sich
„Nach dem New Work Hype der vergangenen Jahre haben sich viele Unternehmen wieder in die entgegengesetzte Richtung entwickelt – Präsenzpflicht statt Home-Office, Mitarbeitenden-Benefits wurden zurückgefahren“, erläutert Stefanie Ruf, Projektleiterin der New Work Evolution.

„Die Expertinnen und Experten bei uns vor Ort machten deutlich: New Work lebt weiterhin, aber es ist eben nicht mit Einzelmaßnahmen erreichbar, sondern mit einer umfassenden Strategie. Denn was in einer Software-Firma funktioniert, ist im Handwerksbetrieb fehl am Platz. Dabei ist neues Arbeiten auch in untypischen Branchen realisierbar – wie erläuterten die Ausstellenden und Speaker auf der NWE.“

Fast 150 Vorträge, Panels, Podcasts und Interviews standen auf dem Programm – mehr als 140 Speaker waren vor Ort. Ein Highlight im Programm war die Podcast-Stage, powered by captureme und Lindner mit Gästen wie Dr. Caroline von Kretschmann, Unternehmerin und Hoteldirektorin, BRATIWIVES mit Sabine Rath, Change Managerin in einem global agierenden Dax-Konzern, und der Dr. Marilena Geugjes, Landtagsabgeordneten, oder Georg Frech, Leiter Akademie bei König + Neurath. Caroline von Kretschmann brachte Wertschätzung und Vertrauen als Key Skill von Führungskräften auf den Punkt: „Vertrauen ist eines der Kernwerte in unserem Unternehmen, also nicht Kontrolle. Eben nicht Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser: Bei uns ist es genau umgekehrt. Vertrauen ist eine unglaubliche Basis jeder Beziehung und Führung ist Beziehungsarbeit. Ich bin immer wieder berührt, zu sehen, was möglich ist, wenn man Menschen vertraut. Die wachsen im wahrsten Sinne des Wortes über sich hinaus, denen wachsen Flügel.“
newworkevolution.de

Bilder

  • Vordenkerinnen
    Vordenkerinnen