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Samas 25.11.2009

Möbelhersteller wird restrukturiert

Der Möbelhersteller Samas will sich über einen Insolvenzplan sanieren. Alle 14 operativen Gesellschaften der „Samas Deutschland-Gruppe“ haben dazu gestern beim Amtsgericht Worms Insolvenzantrag gestellt. Ziel ist es, die Unternehmensgruppe mit schlankeren und effizienteren Strukturen neu aufzustellen.

Zum vorläufigen Insolvenzverwalter hat das zuständige Amtsgericht den Wormser Rechtsanwalt Tim Brauer bestellt. Der Geschäftsbetrieb der Gesellschaften wird während des vorläufigen Insolvenzverfahrens in vollem Umfang fortgeführt. Die „Samas Deutschland-Gruppe“ ist einer der führenden Anbieter von Büroeinrichtungen in Deutschland und hat im Jahr 2008 rund 180 Millionen Euro umgesetzt.
„Die Samas Deutschland-Gruppe hat eine herausragende Marktstellung und wettbewerbsfähige Produkte“, betonte der vorläufige Insolvenzverwalter Tim Brauer heute in Worms. „Zudem haben die Unternehmen rechtzeitig Insolvenzantrag gestellt und erste, wichtige Sanierungsschritte bereits selbst gemacht. Die jetzt eingeleiteten Insolvenzverfahren bieten deshalb eine gute Chance für eine nachhaltige Sanierung der gesamten Gruppe.“
Brauer ergänzte, es sei das erklärte Ziel von Unternehmensführung und Insolvenzverwaltung, dabei so viele Arbeitsplätze wie möglich zu erhalten. Die Löhne und Gehälter der rund 800 betroffenen Mitarbeiter sind für drei Monate über das Insolvenzgeld gesichert.
Alle bestehenden Bestellungen und laufenden Projekte werden unverändert ausgeführt.
Forderungen von Lieferanten für neue Warenlieferungen und Dienstleistungen werden ab dem Tage der Antragstellung im Rahmen der vereinbarten Zahlungskonditionen aus Mitteln der Masse bedient.
Infolge der Wirtschaftskrise war der Markt für Büroeinrichtung massiv eingebrochen, verbunden mit einem starken Preisdruck. Die Samas Deutschland-Gruppe hatte deshalb in den vergangenen 12 Monaten einen Umsatzrückgang von über 30 Prozent hinnehmen müssen. Die Geschäftsführung leitete daraufhin ein Maßnahmenpaket zur Sanierung der Gruppe ein. Die vorhandene Liquidität hatte dafür aber nicht ausgereicht. Die Banken verweigerten jedoch die nötigen Finanzierungshilfen oder brauchten zu lange für ihre Entscheidungen.
„Wir bedauern sehr, dass ein Gläubigerschutzverfahren nicht zu vermeiden war – sehen jedoch klar die Chance, das Gesamtunternehmen in eine gute Zukunft zu führen“, erklärte die Geschäftsleitung der Samas Deutschland-Gruppe nach Antragstellung. „Wir bedanken uns bei unseren Mitarbeitern für ihren unermüdlichen Einsatz für das Unternehmen. Die Qualität ihrer Arbeit und ihr Engagement sind vorbildlich.“
Nicht betroffen von der Insolvenz ist die Nick Metallbau GmbH. Für Mitarbeiter, Kunden und Lieferanten des Unternehmens hat die Insolvenz der Möbel-Gesellschaften keine Folgen.
Weitere Informationen zum Unternehmen www.samas-buero.de