Krise ist das neue Normal

Krise ist das neue Normal

Die Konsumlaune bleibt fragil, Plattformen aus Fernost setzen neue Preisanker. Dr. Kai Hudetz vom IFH Köln erklärt, warum 2026 kein Übergangsjahr wird, sondern ein Stresstest für den Handel. mehr…

UMP 3-4 2026

Haftnotizen von der Rolle

Mit den UPM Notes zeigt UPM, wie sich dieses klassische Produkt durch neue Materialien, recyclingfähige Verpackungen und innovative Formate nachhaltiger und funktionaler weiterentwickeln lässt. mehr…

Hamelin

Hamelin: Strategie nach der Integration

Die Integration von Pelikan und herlitz hat Hamelin strategisch gestärkt. Gleichzeitig zeigte sich, wie anspruchsvoll die Zusammenführung internationaler Marken sein kann. Mehr im Interview ... mehr…

Marktstudie 28.06.2010

Lederwarenvertrieb dominieren Warenhäuser und Fachhandel

Der deutsche Markt für Lederwaren und Accessoires umfasste 2009 ein Volumen von rund 2,65 Milliarden Euro. Damit hat die Branche entgegen dem allgemeinen Trend im Handel ein Plus von fast drei Prozent erzielen können. Die dominierenden Vertriebskanäle sind mit einem Marktanteil von zusammen über 60 Prozent weiterhin der Lederwarenfachhandel und die Warenhäuser, wenngleich diese Betriebsformen Marktanteilsverluste zu verzeichnen haben.

BBE_Lederwarenmarkt
BBE_Lederwarenmarkt

Wie die Marktforscher von BBE Retail Experts mitteilten, sind Markttreiber im Kernmarkt nach wie vor Damentaschen, die mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von gut acht Prozent den Markt stimulieren konnten. In der erweiterten Branchenbetrachtung kommen Schals und Halstücher sogar auf ein Durchschnittswachstum von mehr als 24 Prozent. Lederwaren und Accessoires werden als Bestandteil des modischen Outfits immer wichtiger und sind vor allem den Kriterien der Außendarstellung bzw. der Inszenierung des Outfits unterworfen, wobei Produkte aus dem Luxus-/Premium-Sortiment eine wichtige Rolle spielen. Modischer Chic ist damit immer weniger eine Preisfrage. Abwechslung und Flexibilität im individuellen Styling sind bei der Kaufmotivation die dominierenden Faktoren.
Lederwaren und Accessoires wandelten sich von langlebigen Gebrauchsgütern mit besonderem Anschaffungscharakter zu Verbrauchsgütern für das aktuelle Outfit. Gleichzeitig wachse die Bedeutung von Marken bis hinunter zum „Preis-Wert-Markt”, dem Preissegment unterhalb der Preismitte, so die Autoren der Studie. Im wertigen Bereich existieren nur wenige deutsche Markenhersteller. Der größte Teil der Nachfrage wird von Importen befriedigt. Die inländische Produktion beträgt weniger als ein Zehntel des Importwertes. Der hohe Offenheitsgrad zeugt vom deutlichen Transitcharakter des deutschen Lederwarenmarktes.
Informationen unter www.marktstudien24.de