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Böttcher AG 18.06.2025

Logistikoffensive: Hochregallager in Zöllnitz geplant – Jena wackelt

Die Böttcher AG setzt 2025 ihren Wachstumskurs fort: Umsatz und Kundenzahlen steigen rasant. Mit einer massiven Investition in die Logistik und möglichen Veränderungen am Standort Jena stellt sich der Onlinehändler strategisch neu auf.

Die Böttcher AG baut derzeit ihre Logistik-Infrastruktur massiv aus.
Die Böttcher AG baut derzeit ihre Logistik-Infrastruktur massiv aus.© Foto: Böttcher AG

Die Böttcher AG, einer der führenden Onlinehändler für B2B-Kunden in Deutschland, startete mit einem Rekord ins Jahr 2025. Bereits zur Jahresmitte meldet das Unternehmen ein Umsatzplus von rund 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Auch die Kundenzahl wächst rasant: Über 450.000 Neukunden, überwiegend aus dem Geschäftskundensegment, konnte die Böttcher AG in den ersten sechs Monaten des Jahres gewinnen – ein bislang unerreichter Wert in der Firmengeschichte.

„Noch nie zuvor war der Anteil an neuen Geschäftskunden so hoch“, heißt es aus Unternehmenskreisen. Der Erfolg hat Konsequenzen – vor allem für die Logistik. Am Unternehmenssitz in Zöllnitz bei Jena laufen die Vorbereitungen für den Bau eines neuen Hochregallagers. Zudem sind zwei weitere Ausbaustufen für die bestehende Fördertechnik geplant. Ziel ist es, die Lagerkapazität auf rund 70.000 Palettenstellplätze zu erhöhen und perspektivisch bis zu 150.000 Pakete täglich versenden zu können.

Diese strategische Neuausrichtung könnte auch Folgen für den traditionsreichen Standort Jena haben. Zwar ist noch keine endgültige Entscheidung gefallen, doch eine Verlagerung oder Aufgabe wird laut Unternehmensangaben derzeit intern diskutiert. Ein klares Signal, dass sich die Böttcher AG auf Effizienz und Skalierbarkeit in der Logistik konzentriert.

Firmengründer Udo Böttcher bekräftigt die Zukunftsstrategie: „Wir investieren in unsere Infrastruktur, um auch morgen noch schnell und zuverlässig liefern zu können. Es geht uns nicht um Größe allein, sondern um Qualität und Zukunftsfähigkeit. Wir denken langfristig – für unsere Kunden, für die Region und für unsere Mitarbeitenden.“

Im Zentrum steht dabei nicht nur der physische Ausbau. Auch digital wird aufgerüstet: Künftig sollen zunehmend Technologien der Künstlichen Intelligenz in operative Prozesse eingebunden werden – von der Lagerhaltung bis zur Versandsteuerung. Gleichzeitig will das Unternehmen weiter personell wachsen. Derzeit beschäftigt die Böttcher AG mehr als 730 Mitarbeitende und gehört damit zu den bedeutendsten Arbeitgebern im Raum Jena. Neue Arbeitsplätze in Logistik und IT sollen geschaffen werden, um die steigende Nachfrage auch künftig bedienen zu können.

Die Offensive markiert eine klare Weichenstellung: von der bisherigen Wachstumsdynamik hin zu einer infrastrukturell und technologisch untermauerten Expansionsstrategie. Mit dem geplanten Hochregallager setzt die Böttcher AG ein deutliches Signal für ihre Zukunft – auch wenn die Entscheidung über den Standort Jena ein Balanceakt zwischen Tradition und Transformation bleiben dürfte.
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