Krise ist das neue Normal

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Industrieverband Schneid- und Haushaltwaren 06.02.2026

Leichtes Wachstum trotz hoher Belastungen

Die deutsche Schneid- und Haushaltwarenindustrie zeigt sich zur Ambiente 2026 vorsichtig optimistisch. Trotz eines weiterhin schwierigen Marktumfelds verzeichnete die Branche 2025 in allen Segmenten ein moderates Wachstum. Die Produktion stieg bei Schneidwaren um 1,2 Prozent, bei Bestecken um 2,16 Prozent und bei Haushaltswaren um 1,41 Prozent. Auch der Umsatz legte zu. Schneidwaren erreichten ein Plus von rund 2,6 Prozent, Bestecke von 1,9 Prozent und Haushaltswaren von 4,2 Prozent.

Jan-Frederik Kremer, Geschäftsführer Industrieverband Schneid- und Haushaltswaren e.V.
Jan-Frederik Kremer, Geschäftsführer Industrieverband Schneid- und Haushaltswaren e.V.

Auffällig ist die Entwicklung der inländischen Produktionsauslastung. Während sie Anfang 2025 noch bei 77,2 Prozent lag, stieg sie zum Jahresbeginn 2026 deutlich auf 90,2 Prozent. Damit signalisiert die Branche eine stabilere Auslastung der Kapazitäten.

Im Außenhandel zeigt sich ein gemischtes Bild. Die Exporte wuchsen bei Schneidwaren um 3,2 Prozent, bei Bestecken um 3,4 Prozent und bei Haushaltswaren um 10 Prozent. Gleichzeitig nahmen die Importe deutlich stärker zu. Bei Schneidwaren lagen sie bei plus 22,6 Prozent, bei Haushaltswaren bei plus 31,8 Prozent. Der daraus resultierende Preisdruck belastet insbesondere Hersteller im mittleren Preissegment.

Das Stimmungsbild der Unternehmen bleibt differenziert. 48,4 Prozent bewerten ihre aktuelle Lage als mittelmäßig, 32,3 Prozent als gut. Nur 16,1 Prozent sprechen von einer schlechten Situation. Für die kommenden zwölf Monate rechnen 45,1 Prozent der Unternehmen mit steigenden Umsätzen, 45,2 Prozent mit stabilen Erlösen und 9,7 Prozent mit Rückgängen. Beim Auftragseingang dominiert die Seitwärtsbewegung, beim Personal überwiegt Zurückhaltung.

Als größte Herausforderungen nennen die Unternehmen Bürokratie, Kostensteigerungen und den Fachkräftemangel. Dem begegnen sie vor allem mit Automatisierung, Digitalisierung sowie Investitionen in Qualifizierung und Weiterbildung. Der Industrieverband Schneid- und Haushaltwaren sieht sich dabei als aktive Branchenvertretung, die politische Interessen bündelt und gleichzeitig konkrete Umsetzungsunterstützung für ihre Mitglieder bietet.
ivsh.de