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Konsumklima fällt deutlich ins Minus

Der Konsumklima-Index sinkt für April 2026 auf -28,0 Punkte. Hauptgrund ist die wachsende Verunsicherung durch den Iran-Krieg. Vor allem die Einkommenserwartungen der Verbraucher brechen deutlich ein.

Die Grafik zeigt die Entwicklung des Konsumklimaindikators im Verlauf der letzten Jahre.
Die Grafik zeigt die Entwicklung des Konsumklimaindikators im Verlauf der letzten Jahre.© Quelle: NIM Konsumklima powered by GfK, kofinanziert durch EU-Kommission

Die Verbraucherstimmung in Deutschland hat sich im März deutlich verschlechtert. Der Konsumklima-Indikator fällt nach Erwartungen der Verbraucher für April 2026 auf -28,0 Punkte und liegt damit 3,2 Punkte unter dem Vormonat.

Treiber der Entwicklung sind vor allem deutlich gesunkene Einkommenserwartungen. Der entsprechende Indikator verliert 12,6 Punkte und rutscht mit -6,3 Punkten wieder in den negativen Bereich. Hintergrund sind steigende Energiepreise und wachsende Inflationsängste, die die wirtschaftlichen Erwartungen der Verbraucher belasten.

Auch die Konjunkturaussichten trüben sich spürbar ein. Der Indikator für die kommenden zwölf Monate sinkt um 11,2 Punkte auf -6,9. Damit erreicht er den niedrigsten Stand seit Ende 2022. Viele Verbraucher befürchten, dass sich die wirtschaftliche Erholung durch die geopolitische Lage erneut verzögert.

„Mit dem Rückgang auf -28 Punkte zeigt sich eine spürbare Eintrübung des Konsumklimas. Zwar reagieren die Anschaffungsneigung und die Sparneigung im Moment noch wenig auf die geopolitischen Ereignisse im Iran, aber die Verbraucher erwarten, dass die Inflation durch die gestiegenen Energiepreise wieder anzieht, und die wirtschaftliche Erholung erneut gebremst wird“, erklärt Rolf Bürkl.

Die Anschaffungsneigung bleibt mit -10,9 Punkten vergleichsweise stabil, während die Sparneigung auf hohem Niveau bei 18,5 Punkten verharrt. Gleichzeitig zeigt eine ergänzende Studie, dass die Verunsicherung deutlich zunimmt. Rund 60 Prozent der Befragten rechnen dauerhaft mit hohen Energiepreisen, mehr als 90 Prozent erwarten bei einer Verschlechterung ihrer Einkommenssituation eine zunehmende globale Unsicherheit.

Für den Einzelhandel bedeutet die Entwicklung anhaltenden Druck auf die Nachfrage. Eine spürbare Belebung der Konsumstimmung ist kurzfristig nicht in Sicht.
nim.org