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Friday, 15. May 2026
PBS Network 13.05.2026
Mit dem Rebranding baut die PBS Network GmbH ihre Plattformstrategie deutlich aus und positioniert sich künftig breiter im europäischen B2B-Commerce für Business & Workplace Supplies. Im Mittelpunkt stehen KI, integriertes PIM, EDI-Prozesse und sogenannte Agentic-Commerce-Anwendungen.

Die PBS Network GmbH hat im Rahmen ihres Lieferantenworkshops 2026 in Stuttgart einen umfassenden Strategiewechsel vorgestellt. Aus der bisherigen Marke PBSeasy wird künftig enchase. Dahinter steht weit mehr als ein neuer Name oder ein überarbeitetes Erscheinungsbild. Das Unternehmen entwickelt seine bisherige Plattform konsequent zu einer integrierten europäischen B2B-Commerce-Lösung weiter, die Produktdaten, digitale Bestellprozesse, KI-Anwendungen und Handelspartner in einem System zusammenführen soll.
Mit dem neuen Markenauftritt reagiert das Unternehmen auf die zunehmende Komplexität im digitalen Handel. Produktinformationen, Zielkanäle, Compliance-Anforderungen und Transaktionsprozesse wachsen immer stärker zusammen. enchase soll diese unterschiedlichen Ebenen künftig zentral bündeln und strukturieren. Der neue Claim „set your commerce in place.“ verdeutlicht den Anspruch, Handelsprozesse effizienter und belastbarer aufzubauen.
„B2B-Commerce wird nicht einfacher – aber er kann deutlich besser organisiert werden. Mit enchase geben wir der nächsten Stufe unserer Plattform einen Namen. Unser Ziel ist es, Produktdaten, PIM, künstliche Intelligenz, EDI und Transaktionsprozesse so zu verbinden, dass Lieferanten und Händler ihre digitalen Handelsprozesse zentral, effizient und zukunftssicher steuern können“, erklärte Christoph Eberz, Geschäftsführer der PBS Network GmbH.
Gleichzeitig öffnet sich die Plattform strategisch über das klassische PBS-Geschäft hinaus. Während die Wurzeln weiterhin in Papier, Bürobedarf und Schreibwaren liegen, adressiert enchase künftig den deutlich größeren Markt der Business & Workplace Supplies. Dazu zählen unter anderem Arbeitsschutz, persönliche Schutzausrüstung, Hygiene- und Cleaning-Produkte, Facility Supplies, Verbrauchsmaterialien oder Breakroom-Lösungen. Hintergrund ist die Beobachtung, dass Einkäufer und Händler heute zunehmend sortimentsübergreifend beschaffen und weniger entlang klassischer Branchengrenzen denken.
Christoph Eberz sagte dazu: „Wir kommen aus der PBS-Welt – und diese Erfahrung bleibt ein wichtiger Teil unserer DNA. Aber die Anforderungen unserer Händler, Lieferanten und Systempartner gehen längst darüber hinaus. Mit enchase öffnen wir die Plattform für Business & Workplace Supplies und schaffen die Grundlage, um auch angrenzende Sortimente datenbasiert, transaktionsfähig und agentenfähig in den B2B-Commerce zu bringen.“
Im Zentrum der neuen Plattformstrategie steht der Ausbau zu einer umfassenden Daten- und Transaktionsplattform. Nach Unternehmensangaben umfasst das Netzwerk derzeit rund 1,1 Millionen Artikel, etwa 300 Hersteller, mehr als 1.500 Händler sowie über 400 automatisierte Qualitätsprüfungen. Produktdaten sollen dabei nicht mehr nur gesammelt werden, sondern kanalbezogen geprüft, validiert und mit Commerce-Prozessen verknüpft werden.
Ein wichtiger Baustein ist ein vollständig integriertes PIM-System. Lieferanten sollen ihre Produktinformationen künftig zentral pflegen, strukturieren und für unterschiedliche Zielkanäle ausspielen können. Die Lösung ist laut Unternehmen nicht als separates Tool gedacht, sondern als Bestandteil der gesamten Plattformarchitektur. Damit will enchase doppelte Datenpflege und isolierte Insellösungen reduzieren.
Parallel dazu setzt das Unternehmen stark auf KI-gestützte Prozesse. Künstliche Intelligenz soll innerhalb der Plattform unter anderem Qualitätsprüfungen, Datenanreicherungen, Keyword-Generierung, Klassifikationen und Validierungen übernehmen. Ziel ist es, Lieferanten bei der Pflege großer Datenmengen zu entlasten und gleichzeitig die Qualität der Informationen für Händler, Marktplätze und digitale Einkaufsprozesse zu erhöhen.
Besonders deutlich wird die strategische Ausrichtung beim Thema „Agentic Commerce“. Darunter versteht enchase Handelsprozesse, bei denen KI-Agenten künftig aktiv Aufgaben im Einkaufsprozess übernehmen. Dazu gehören Produktempfehlungen, Verfügbarkeitsprüfungen oder sogar die Vorbereitung und Auslösung von Bestellungen. Entscheidend dafür seien strukturierte und maschinenlesbare Produktdaten sowie funktionierende digitale Transaktionsprozesse.
„Agentic Commerce beginnt nicht beim Chatbot. Er beginnt bei guten Daten, verlässlichen Prozessen und digitaler Bestellfähigkeit. Wer morgen von Agenten empfohlen werden will, muss heute maschinenlesbar, vertrauenswürdig und transaktionsfähig sein. Genau dafür bauen wir enchase“, betonte Christoph Eberz.
Die Plattform basiert künftig auf vier Ebenen. Die sogenannte Data-Ebene umfasst strukturierte Produktinformationen, Medien und Klassifikationen. Hinzu kommt eine Trust-Ebene mit Qualitätsprüfungen und Compliance-Daten. Die Commerce-Ebene bündelt Bestellungen, EDI- und WebEDI-Prozesse sowie Verfügbarkeiten und Konditionen. Ergänzend soll eine Insights-Ebene künftig Benchmarks und kanalbezogene Auswertungen ermöglichen.
Für bestehende Kunden und Partner soll die Umstellung operativ ohne Bruch erfolgen. Die PBS Network GmbH bleibt rechtlich bestehen, bestehende Verträge behalten ihre Gültigkeit und auch Ansprechpartner sowie Teams bleiben unverändert. Neu sind vor allem Markenauftritt, Domain und die strategische Positionierung der Plattform. Gleichzeitig kündigte das Unternehmen weitere Ausbaustufen an. Dazu zählen unter anderem Marketplace-Connectoren, E-Rechnungsfunktionen, WebEDI-Lösungen sowie die Vorbereitung auf eine ISO-27001-Zertifizierung. Erste Pilotprojekte zur sogenannten Agentic Readiness laufen bereits.
enchase.com