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Messe Frankfurt 25.06.2026

Solider Kurs trotz schwieriger Märkte

Die Messe Frankfurt hat das Geschäftsjahr 2025 mit einem Umsatz von rund 766 Millionen Euro abgeschlossen. Trotz wirtschaftlicher Unsicherheiten setzt die Unternehmensgruppe auf internationales Wachstum, Digitalisierung und nachhaltige Investitionen.

Messe Frankfurt behauptet sich in herausfordernden Zeiten.
Messe Frankfurt behauptet sich in herausfordernden Zeiten.© Foto: Messe Frankfurt

Die Messe Frankfurt hat sich im Geschäftsjahr 2025 trotz eines herausfordernden wirtschaftlichen Umfelds stabil entwickelt. Der Umsatz lag bei rund 766 Millionen Euro nach 775 Millionen Euro im Vorjahr. Gleichzeitig verbesserte das Unternehmen seine Finanzstruktur deutlich und setzt seinen Wachstumskurs mit internationalen Veranstaltungen sowie Investitionen in Digitalisierung und Nachhaltigkeit fort.

„Die Messe Frankfurt behauptet ihre Position als eine der weltweit führenden Veranstalterinnen von Messen, Kongressen und anderen Events mit einem breiten internationalen Veranstaltungsportfolio“, erklärte Wolfgang Marzin, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe Frankfurt, auf der Unternehmenspressekonferenz. „Unsere Unternehmensgruppe steht wirtschaftlich solide da und bleibt mit ihrem Geschäftsmodell auch in herausfordernden Zeiten handlungsfähig.“ Zugleich verwies Marzin auf die schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. „Messen sind immer auch ein Spiegelbild der Wirtschaft. Angesichts der Eskalation von Krisen und Konflikten weltweit und der sich abschwächenden Wirtschaft in Deutschland und der EU wirkt sich dies auch auf unsere Leitmessen aus.“

Der Auslandsanteil am Konzernumsatz stieg auf 48 Prozent. Während im Inland rund 398 Millionen Euro erwirtschaftet wurden, entfielen rund 368 Millionen Euro auf das Ausland. Besonders positiv entwickelten sich die internationalen Tochtergesellschaften mit einem Jahresergebnis von 71,4 Millionen Euro vor Konsolidierung. Wachstumstreiber waren vor allem die Standorte in Indien, China, Japan, Korea sowie Dubai.

Auch die Finanzkennzahlen verbesserten sich deutlich. Das Eigenkapital stieg auf 649,3 Millionen Euro. Durch die Tilgung langfristiger Darlehen in Höhe von 125,9 Millionen Euro sank die Gesamtverschuldung auf 460 Millionen Euro. Die Eigenkapitalquote erhöhte sich auf rund 52 Prozent, während sich der Verschuldungsgrad von rund 100 Prozent auf 71 Prozent verringerte.

Weltweit veranstaltete die Messe Frankfurt 2025 insgesamt 349 Veranstaltungen mit 4,8 Millionen Besucherinnen und Besuchern. Davon entfielen 151 eigene Messen und Gastveranstaltungen mit rund vier Millionen Gästen. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem Zuwachs von rund 100.000 Messebesuchern.

Im vergangenen Jahr investierte die Unternehmensgruppe rund 80 Millionen Euro. Etwa 45 Millionen Euro flossen in digitale Projekte, darunter das Transformationsprogramm „Progress“, mit dem die Messe Frankfurt ihre IT-Infrastruktur modernisiert und neue digitale Services entwickeln will. Am Standort Frankfurt entstehen zudem ein neuer Messeeingang an der Europa-Allee, die Erweiterung der Via Mobile sowie die Mitnutzung des Sparda-Bank Towers.

Auch das Thema Nachhaltigkeit gewinnt weiter an Bedeutung. Obwohl eine verpflichtende Nachhaltigkeitsberichterstattung erst ab 2028 vorgesehen ist, veröffentlicht die Messe Frankfurt bereits jetzt erstmals einen Integrierten Bericht, der Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht zusammenführt.

Für das laufende Geschäftsjahr zeigt sich das Unternehmen zuversichtlich. Wolfgang Marzin verwies auf die hohe Bedeutung der Frankfurter Leitmessen. Light + Building sowie Techtextil und Texprocess erreichten jeweils eine Besucherzufriedenheit von 95 Prozent. Auch Heimtextil, Nordstil sowie das Messetrio Ambiente, Christmasworld und Creativeworld behaupteten ihre starke Marktposition. Im Gastveranstaltungsgeschäft stehen 2026 unter anderem die Frankfurter Buchmesse, CPhI, IMEX, die Tech Show Frankfurt sowie erstmals die Routes World auf dem Messegelände in Frankfurt auf dem Programm.

Detlef Braun, Geschäftsführer der Messe Frankfurt, betonte die Rolle der internationalen Veranstaltungen als Wachstumsmotor. „Unsere starken Marken schaffen Orientierung – gerade dann, wenn Märkte unter Druck stehen. Auch die hohen Zufriedenheitswerte von Besucher*innen auf unseren Frankfurter Leitmessen im laufenden Geschäftsjahr sind ein starkes Zeichen für unser Geschäftsprinzip der persönlichen Begegnung. Ergänzend dazu verlängern wir den Nutzen unserer Messen mit digitalen Touchpoints entlang der gesamten Customer Journey.“

Für 2026 plant die Messe Frankfurt weltweit 359 Veranstaltungen einschließlich Kongressen, Events und German Pavilions. Bis Ende 2027 sollen zudem 20 neue Messeformate hinzukommen. Dazu zählen unter anderem die Val:ue Milan für hochwertige Bekleidungstextilien sowie der Beautyworld Summit in Grasse. Auch das internationale Portfolio wächst weiter, beispielsweise durch die Premiere der Automechanika Jakarta und den Ausbau der Media Expo in Indien.
messefrankfurt.com