Messe Frankfurt 15.03.2026

Branche präsentiert nächste Generation Gebäudetechnik

Die Light + Building 2026 hat in Frankfurt ihre Rolle als internationaler Branchentreffpunkt bestätigt. Rund 1.900 Aussteller präsentierten technologische Lösungen für Gebäude, Energie und Lichtdesign. Themen wie Künstliche Intelligenz, Vernetzung und Elektrifizierung bestimmten die Diskussion.

 Light + Building 2026 in Zahlen: Internationale Beteiligung, hohe Besucherzufriedenheit und starke Innovationsimpulse.
Light + Building 2026 in Zahlen: Internationale Beteiligung, hohe Besucherzufriedenheit und starke Innovationsimpulse. © Quelle: Messe Frankfurt Exhibition GmbH

Mit einer starken internationalen Beteiligung und einem breiten Innovationsspektrum hat die Light + Building 2026 ihre Position als Weltleitmesse für Licht und Gebäudetechnik unterstrichen. Vom 8. bis 13. März präsentierten 1.927 Aussteller aus 49 Ländern in Frankfurt am Main neue Lösungen für die Elektrifizierung und Vernetzung von Gebäuden sowie für moderne Licht- und Designkonzepte in Architektur, Städtebau und Innenräumen.

Im Mittelpunkt standen technologische Entwicklungen wie Künstliche Intelligenz, bidirektionales Laden, multifunktionale Interfaces und vernetzte Lichtsysteme. Viele der gezeigten Produkte verdeutlichten, wie stark digitale Technologien künftig Planung, Betrieb und Nutzung von Gebäuden prägen werden.

Insgesamt 144.767 Besucher aus 143 Ländern kamen zur Messe nach Frankfurt. Besonders stark vertreten waren internationale Gäste aus China, den Niederlanden, Italien, der Schweiz, Frankreich, Österreich, Belgien, Großbritannien, Spanien und Griechenland. Einschränkungen im internationalen Flugverkehr sowie geopolitische Spannungen im Nahen Osten mit temporären Ausfällen wichtiger Flugdrehkreuze – insbesondere in Dubai – verhinderten jedoch, dass alle geplanten Besucher anreisen konnten. Unabhängig davon bestätigte die Veranstaltung ihre starke Verankerung in Deutschland sowie in Zentral- und Westeuropa.

„Die Light + Building 2026 hat mal wieder bewiesen, wie unglaublich innovationsstark und zukunftsorientiert diese Branche ist“, sagt Wolfgang Marzin, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe Frankfurt. „Gleichzeitig zeigt sich, wie wichtig die persönliche Begegnung und der direkte Austausch sind – gerade auch in Zeiten wie diesen. Die Light + Building wird ihrer Aufgabe gerecht: Sie bringt Menschen aus Industrie, Handwerk, Planung und Design zusammen und schafft damit die Grundlage für Dialog, Kooperation und neue Ideen. Dieser Austausch stärkt den Zusammenhalt der Branche und gibt wichtige Impulse für ihre weitere Entwicklung. Die Zukunft liegt in der Elektrifizierung.“

Die hohe Zufriedenheit der Fachbesucher bestätigt diese Rolle. 95 Prozent der Besucher gaben an, ihre Ziele auf der Messe erreicht zu haben, ebenso viele bewerteten das Ausstellungsangebot positiv.

Inhaltlich zeigte die Messe deutlich, wie sich Gebäude zunehmend vom reinen Energieverbraucher zu aktiven Bestandteilen eines intelligenten Energiesystems entwickeln. Intelligente Energieverteilung, integriertes Last- und Lademanagement sowie bidirektionales Laden verknüpfen Gebäude, Stromnetz und Elektromobilität immer enger miteinander. Gleichzeitig rücken Lösungen für den Gebäudebestand stärker in den Fokus. Modulare und skalierbare Systeme erleichtern energetische Modernisierungen und ermöglichen eine effizientere Nachrüstung bestehender Gebäude.

Auch im Lichtbereich wurde der Wandel sichtbar. Beleuchtung entwickelt sich zunehmend zu einem datenbasierten, adaptiven System. Sensorik, vernetzte Leuchten und KI-gestützte Steuerungen ermöglichen eine präzise Lichtsteuerung, die sich automatisch an Nutzung, Anwesenheit und Tageslicht anpasst. Gleichzeitig bleibt Licht ein wesentliches Gestaltungselement der Innenarchitektur. Unterschiedliche Designsprachen, hochwertige Leuchten und fein abgestimmte Lichtfarben prägen die Atmosphäre von Arbeitsräumen, Handel, Hotellerie und öffentlichen Bereichen. Nachhaltige Materialien und langlebige Produktkonzepte gewinnen dabei weiter an Bedeutung.

Zusätzliche Impulse setzte das umfangreiche Rahmenprogramm. Die Design Plaza in Halle 3.1 widmete sich aktuellen Entwicklungen im Lichtdesign und präsentierte internationale Projekte und Trends. Formate wie „Young Design“ stellten Nachwuchsdesignerinnen und -designer vor, während die AI Lounge praxisnah zeigte, welche Rolle Künstliche Intelligenz künftig in Planung und Betrieb von Gebäuden spielen kann.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Förderung des Branchennachwuchses im Elektrohandwerk. Mit dem Power Festival entstand ein Treffpunkt für Auszubildende, Fachkräfte und Industrie. Werkstattformate, praxisnahe Challenges sowie Gespräche mit bekannten Creatorn aus dem Handwerk verbanden Weiterbildung mit Austausch und Community. Ergänzt wurde das Programm durch eine Charity-Aktion zugunsten der Deutschen Kinderhilfsstiftung. Besucher sammelten auf Aktionsfahrrädern Kilometer für den guten Zweck, wodurch insgesamt 10.000 Euro für Bildungsprojekte zusammenkamen.

Die nächste Light + Building findet vom 5. bis 10. März 2028 erneut in Frankfurt am Main statt.
light-building.com