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Öko-Test 21.04.2016

Straßenmalkreide ins Labor geschickt

Kinderstraßenmalkreide, die oft aus Gips besteht, gilt als weitgehend ungefährlich. Die Zeitschrift Öko-Test wollte nun wissen, ob das stimmt und hat 16 Kreidesets ins Labor geschickt. Im Testergebnis fielen zehn Anbieter durch, unter anderem wegen krebserregender Farbstoffe. Es gab aber auch sechs „sehr gute“ Produkte.

Staßenmalkreide im Öko-Test
Staßenmalkreide im Öko-Test

Das Malen mit Kreide fördert bei Kindern motorische und sensorische Fähigkeiten. Zudem gelten die Gipsstifte als ungiftig, weshalb Eltern sie ihren Kids gerne kaufen. Doch eine aktuelle Untersuchung des Öko-Test-Magazins zeigt in der April-Ausgabe, dass man genau darauf achten sollte, welche Marke man den Kleinen in die Hand drückt.

Laut Öko-Test gäbe es einige Malkreiden, die es gehörig in sich hätten. So stecke in zwei Dritteln der getesteten Sets ein Farbbestandteil, der von der Europäischen Chemikalienagentur seit 2012 als krebserregend eingestuft werde. Im Tierversuch habe der Stoff allein durch Mundkontakt für Tumore gesorgt. Laut EU stehe er zudem unter Verdacht, bei Menschen das Erbgut und die Fruchtbarkeit zu schädigen. Zwar solle dieser Stoff nach Angaben der EU künftig verboten werden, zur Zeit sei der Stoff in der EU-Spielzeugrichtlinie, die auch für Kinderkreide gelte, allerdings noch nicht aufgeführt.

Allerdings hat Öko-Test auch empfehlenswerte Produkte ausgemacht, die keine krebserregenden Stoffe enthalten und zudem preislich erschwinglich sind. Dazu zählen unter anderem die Malkreide von Ökonorm, die Giotto Be-Bè Super Kreide von Lyra oder die Straßenmalkreide von Stylex. Die Tester vergaben hier die Note „sehr gut“. Auch das günstigste Produkt des Tests, die Kreide des Herstellers Allround General Merchandise Europa für einen Euro, bekam in der Untersuchung die Bestnote.
www.oekotest.de