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Handelsverband Deutschland 14.08.2025

Ausbildungsjahr 2025 gestartet

Zum 1. August 2025 ist im deutschen Einzelhandel das neue Ausbildungsjahr gestartet. Der Handelsverband Deutschland (HDE) heißt die neuen Auszubildenden willkommen und unterstreicht die Bedeutung der Branche für die Fachkräftesicherung.

Mit Freude dabei: Diese Auszubildenden im Schreibwarenfachhandel starten motiviert ins Berufsleben – und zeigen damit, wie abwechslungsreich und zukunftssicher eine Karriere im Handel sein kann.
Mit Freude dabei: Diese Auszubildenden im Schreibwarenfachhandel starten motiviert ins Berufsleben – und zeigen damit, wie abwechslungsreich und zukunftssicher eine Karriere im Handel sein kann.

„Wir freuen uns über alle jungen Menschen, die sich für eine Ausbildung im Einzelhandel entscheiden. Herzlich willkommen in einer der ausbildungsstärksten Branchen in Deutschland“, betont HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Mit rund 60 Berufen biete der Handel ein außergewöhnlich breites Spektrum an Tätigkeiten und Karrierewegen. „Im Einzelhandel legt eine Ausbildung den Grundstein für spannende Karrierewege und persönliche Entwicklung. Jungen Menschen stehen nach einem erfolgreichen Berufsstart viele Türen offen“, erklärt Genth.

Gleichzeitig verweist der Verband auf Druckpunkte im System der dualen Ausbildung. Die Suche nach geeigneten Bewerberinnen und Bewerbern werde seit Jahren schwieriger. Neben fachlichen Lücken melden Handelsunternehmen vor allem Defizite bei Soft Skills wie Zuverlässigkeit, Lernbereitschaft, Teamfähigkeit und Kommunikationsstärke sowie Auffälligkeiten im Arbeits- und Sozialverhalten. „Soziale Kompetenzen bilden gerade im Einzelhandel die Grundlage für eine erfolgreiche Ausbildung. Wer diese grundlegenden Fähigkeiten nicht mitbringt, hat es im Berufsleben schwer und zwar schon beim Ausbildungsstart“, betont Genth.

Der HDE sieht daher akuten Handlungsbedarf in der Bildungspolitik. Schulen müssten Jugendliche gezielter auf den Einstieg ins Arbeitsleben vorbereiten. Genth fordert, die berufliche Realität stärker zu berücksichtigen und die Vermittlung grundlegender Kompetenzen verbindlich abzusichern. Dazu brauche es eine engere Zusammenarbeit zwischen Bund und Ländern, um gemeinsame Standards zu entwickeln und strukturelle Verbesserungen im Bildungssystem voranzubringen.

Ein weiterer Hebel liegt nach Einschätzung des Verbands in der Berufsorientierung an allen allgemeinbildenden Schulen. Besonders an Gymnasien werde der akademische Weg noch immer deutlicher betont als die Karriereoptionen einer Berufsausbildung. „Gefragt sei auch eine verlässliche und gleichberechtigte Berufsorientierung an allen allgemeinbildenden Schulen“, unterstreicht Genth und ergänzt: „Wer die Fachkräftesicherung ernst meint, muss die Berufsorientierung mitdenken.“

Um Jugendliche, Eltern und Lehrkräfte zu erreichen, verweist der HDE auf seine laufende Ausbildungskampagne. „Der HDE nehme dieses Thema ernst und erreiche mit seiner Ausbildungskampagne auf www.karriere-handel.de sowohl junge Menschen als auch Eltern und Lehrkräfte dort, wo sie sich informieren. Unser Ziel ist es, ihnen authentische Einblicke in die vielfältige Praxis des Einzelhandels zu ermöglichen. Über die Webseite der Kampagne und über Social Media sprechen wir alle Zielgruppen an und bieten passgenaue Inhalte und Formate, um jeder und jedem Einzelnen den Handel näherzubringen“, erklärt Genth.

Mit dem Start des Ausbildungsjahres setzt der Einzelhandel damit ein positives Signal – verbindet es aber mit klaren Erwartungen an Politik und Schulen, die Grundlagen für erfolgreiche Ausbildungswege zu stärken und die duale Ausbildung als tragende Säule der Fachkräftesicherung weiter zu stabilisieren.
einzelhandel.de
karriere-handel.de