UMP 3-4 2026

Haftnotizen von der Rolle

Mit den UPM Notes zeigt UPM, wie sich dieses klassische Produkt durch neue Materialien, recyclingfähige Verpackungen und innovative Formate nachhaltiger und funktionaler weiterentwickeln lässt. mehr…

Krise ist das neue Normal

Krise ist das neue Normal

Die Konsumlaune bleibt fragil, Plattformen aus Fernost setzen neue Preisanker. Dr. Kai Hudetz vom IFH Köln erklärt, warum 2026 kein Übergangsjahr wird, sondern ein Stresstest für den Handel. mehr…

Hamelin

Hamelin: Strategie nach der Integration

Die Integration von Pelikan und herlitz hat Hamelin strategisch gestärkt. Gleichzeitig zeigte sich, wie anspruchsvoll die Zusammenführung internationaler Marken sein kann. Mehr im Interview ... mehr…

Handelsverband Deutschland 23.03.2026

Rückgang im Einzelhandel setzt sich fort

Der Handelsverband Deutschland erwartet 2026 einen Nettoverlust von 4.900 Geschäften. Die Entwicklung verschärft den Druck auf Innenstädte und mittelständische Händler. Eine Trendwende ist laut Verband nicht in Sicht.

Der Handelsverband Deutschland (HDE) prognostiziert für das Jahr 2026 einen Rückgang um 4.900 Geschäfte. In der Zahl sind Neueröffnungen bereits berücksichtigt. Damit setzt sich der langjährige Negativtrend im stationären Einzelhandel fort.

Bereits im Vorjahr lag das Minus bei 4.500 Geschäften. Seit rund zehn Jahren verliert der Handel jährlich mindestens 4.500 Standorte. Besonders stark fiel der Rückgang in den Jahren 2020 bis 2023 aus, als teilweise mehr als 11.000 Geschäfte pro Jahr aufgegeben wurden.

„Seit zehn Jahren verlieren wir in Deutschland jährlich mindestens 4500 Geschäfte oder mehr. Besonders bitter waren die Corona-Jahre zwischen 2020 und 2023, da stieg der Wert teilweise auf über 11000. Für 2026 verheißt der Verlust von 4900 Geschäften nichts Gutes. Viele Innenstädte leiden heute schon sichtlich unter Leerständen. Besserung erscheint bei den Zahlen der letzten Jahre nicht in Sicht. So kann und darf es nicht weitergehen. Der Einzelhandel als Rückgrat lebendiger Innenstädte braucht bessere Rahmenbedingungen. Ansonsten erreichen immer mehr Stadtzentren Kipppunkte“, so HDE-Präsident Alexander von Preen.

Die Gesamtzahl der Geschäfte dürfte damit bis Jahresende auf rund 296.600 sinken. Vor zehn Jahren lag dieser Wert noch bei 366.800. Besonders betroffen sind laut Verband mittelständische Händler, die unter einer schwachen Konsumstimmung und steigenden Kosten leiden.

„Die Lage ist bei vielen vor allem mittelständischen Händlern ernst. Das Umfeld mit der seit Jahren vor sich hindümpelnden Konsumlaune ist schwierig. Die Politik ist in der Pflicht, Kosten bei Energie und Beschäftigung zu senken. Die Stromsteuer muss endlich für alle runter, bei den Lohnnebenkosten braucht es einen Deckel bei 40 Prozent. Und die Vermieter müssen sich auch im eigenen Interesse noch mehr auf umsatzorientierte Mieten einlassen. Leerstand nutzt niemandem“, so Alexander von Preen weiter.

Der Verband fordert zusätzliche Maßnahmen von Politik und Kommunen, um Innenstädte zu stabilisieren. „Einkaufen ist der Hauptgrund für einen Innenstadtbesuch. Wer sein Stadtzentrum vital erhalten oder gestalten will, braucht deshalb Geschäfte. Jeder Leerstand ist einer zu viel. Der Einzelhandel steht bereit, aktuell stimmen aber einfach zu oft die Rahmenbedingungen nicht“, betont Alexander von Preen.

Diskutiert werden die Entwicklungen unter anderem beim Handelsimmobilienkongress am 24. und 25. März 2026 in Berlin, bei dem Vertreter aus Politik und Branche zusammenkommen.
einzelhandel.de