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YouGov-Analyse 19.10.2026

Herbstdekoration: Verbraucher achten auf kleine Budgets

Mehr als die Hälfte der Deutschen dekoriert ihr Zuhause im Herbst. Die Ausgaben bleiben dabei meist überschaubar: 74 Prozent der Dekorierenden investieren jährlich weniger als 50 Euro. Parallel zeigen YouGov-Marktdaten eine Verschiebung von Möbelkäufen hin zu kleineren Anschaffungen für Haus und Haushalt.

56 Prozent der Erwachsenen in Deutschland schmücken ihr Zuhause zur Herbstzeit zumindest gelegentlich, 17 Prozent jedes Jahr. Das geht aus einer repräsentativen YouGov-Befragung unter 2.017 Personen hervor. Unter Frauen liegt der Anteil derjenigen, die im Herbst dekorieren, mit 63 Prozent höher als unter Männern mit 49 Prozent.

Beim Einkauf saisonaler Dekoration achten die Verbraucher auf den Preis. Von den Befragten, die im Herbst dekorieren, geben 42 Prozent dafür weniger als 20 Euro im Jahr aus. Weitere 32 Prozent investieren zwischen 20 und 50 Euro. Ein Budget von mindestens 50 Euro nennen elf Prozent.

Kleinere Anschaffungen legen zu
Die Zurückhaltung bei größeren Ausgaben zeigt sich auch in den Einkaufsdaten des YouGov Shopper Nonfood Panels. Im ersten Halbjahr 2026 sank der Umsatz im Markt für Einrichten und Wohnen gegenüber dem Vorjahreszeitraum um fünf Prozent. Gleichzeitig stieg die Zahl der Käuferhaushalte um 0,9 Prozent, die Einkaufshäufigkeit nahm um sieben Prozent zu. Der durchschnittliche Einkaufswert lag bei 39 Euro.

Maßgeblich für den Umsatzrückgang war das Möbelsegment einschließlich Küchen, Matratzen und Lattenrosten mit einem Minus von zwölf Prozent. Obwohl die Zahl der Möbelkäufer um fünf Prozent zunahm, belasteten laut YouGov hohe Rabatte und der Griff zu günstigeren Marken und Varianten die Umsatzentwicklung.

Zuwächse verzeichneten dagegen Textilien für Haus und Heim mit neun Prozent sowie Haushaltswaren mit sechs Prozent. Bei den Heimtextilien entwickelten sich insbesondere Teppiche, Badtextilien und Bettwäsche positiv.

Discounter gewinnen bei Haushaltswaren
Von der veränderten Ausgabenstruktur profitieren auch andere Vertriebskanäle. Der Lebensmitteleinzelhandel einschließlich SB-Warenhäusern, Discountern und Drogeriemärkten sowie Nonfood-Discounter wie Action, TEDi und Woolworth erzielten zusammen im ersten Halbjahr 2026 einen Anteil von 42 Prozent am Umsatz mit Haushaltswaren.

Sabine Frühwald, Senior Consultant bei YouGov, sieht darin einen „klassischen Cocooning-Effekt“: Verbraucher möchten ihr Zuhause aufwerten, verschieben jedoch größere Anschaffungen. Für den Handel leitet sie daraus Chancen für preislich überschaubare Angebote ab. „Die Nachfrage ist da, sie hat nur ein kleineres Preisschild“, so Frühwald.

Die Befragung wurde vom 5. bis 7. Oktober 2026 durchgeführt. Die ergänzenden Marktdaten basieren auf den kontinuierlich erfassten Einkäufen eines Panels mit einer Brutto-Stichprobengröße von 20.000 privaten Haushalten in Deutschland.
yougov.de