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Staples 06.05.2022

Alle deutschen Filialen müssen schließen

Die 50 Büromärkte unter der Marke “Staples” mit rund 700 Beschäftigten sowie einem Onlineshop stehen knapp vier Monate nach dem Insolvenzantrag vor dem Aus. Trotz intensiver Suche konnte bis zuletzt für die OfficeCentre GmbH kein Investor gefunden werden.

OfficeCentre/Staples: Das Insolvenzverfahren wurde am 1. Mai 2022 eröffnet. Gläubiger haben nun bis 20. Juni Zeit, ihre Forderungen anzumelden.
OfficeCentre/Staples: Das Insolvenzverfahren wurde am 1. Mai 2022 eröffnet. Gläubiger haben nun bis 20. Juni Zeit, ihre Forderungen anzumelden.© Staples/PR

Zusammen mit dem vorläufigen Gläubigerausschuss hatte der Insolvenzverwalter Dr. Sven-Holger Undritz, Partner bei White & Case, unmittelbar nach seiner Bestellung am 7. Februar 2022 einen strukturierten Verkaufsprozess in Gang gesetzt, um einen Käufer für das Unternehmen der OfficeCentre GmbH zu finden. Im Rahmen der Investorensuche wurden über 120 potenzielle Erwerber angesprochen. Mit mehreren Interessenten wurden bis zur vergangenen Woche Verhandlungen geführt. Die intensive Prüfung des Geschäftsmodells der OfficeCentre GmbH durch die Interessenten in Verbindung mit den dringend benötigten Investitionen für eine Neuausrichtung am Markt führte jedoch dazu, dass sich potenzielle Investoren aus dem Prozess zurückzogen und kein Angebot für eine langfristige Fortführung der Staples-Märkte abgegeben wurde. Nach der Eröffnung des Insolvenzverfahrens soll nun der geordnete Rückzug aus dem Markt durch Abverkauf der Ware in den Filialen angetreten werden.

„Ich bedauere sehr, dass wir keinen Investor für das Unternehmen begeistern konnten“, sagte Undritz. „Mein besonderer Dank gilt allen Mitarbeitenden, die gemeinsam mit der Geschäftsführung und mir in den vergangenen drei Monaten dafür gekämpft haben, eine Sanierungslösung zu finden. Für sie das Ergebnis nun besonders hart.“

Der Geschäftsführer Oliver Lux ergänzte weiter: „Dem kann ich mich nur anschließen. Für alle Mitarbeitenden ist es ausgesprochen schmerzhaft, zu erleben, dass ein eigentlich gesundes und profitables Geschäftsmodell – bedingt durch die Corona-Situation – in diese Lage gekommen ist und am Ende nicht zu retten war. Wir werden dafür Sorge tragen, dass Löhne und Gehälter durch einen erfolgreichen Abverkauf der Ware möglichst lange gezahlt werden können und die Mitarbeitenden bei der Suche nach neuen Beschäftigungen unterstützen.“

Auch den rund 50 Vermietern der Ladengeschäfte soll kurzfristig eine Nachmieterlösung angeboten werden. „Hierzu werde ich die Vermieter sehr kurzfristig einzeln ansprechen“, erklärte Undritz.
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