Haftnotizen von der Rolle
Mit den UPM Notes zeigt UPM, wie sich dieses klassische Produkt durch neue Materialien, recyclingfähige Verpackungen und innovative Formate nachhaltiger und funktionaler weiterentwickeln lässt. mehr…
Wednesday, 8. April 2026
König + Neurath 01.04.2026
Im laufenden Eigenverwaltungsverfahren hat König + Neurath eine Einigung über ein Fortführungskonzept erzielt. Die Finanzierung steht, der operative Betrieb läuft weiter. Für Fachhandel und Projektpartner schafft das neue Planungssicherheit.

Die König + Neurath hat im Rahmen ihres laufenden Sanierungsverfahrens in Eigenverwaltung eine Einigung über ein zukunftsfähiges Fortführungskonzept erzielt. Nach Unternehmensangaben ist die Finanzierung gesichert. Damit sind die Voraussetzungen geschaffen, um den Geschäftsbetrieb nachhaltig fortzuführen und nach Abschluss des Verfahrens in den Regelbetrieb zurückzukehren.
Das gemeinsam mit allen Beteiligten entwickelte Konzept basiert auf einem ausgewogenen Beitrag mehrerer Interessengruppen. Ziel ist es, die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens dauerhaft zu stärken, die Finanzierung langfristig abzusichern und die strategische Neuausrichtung konsequent umzusetzen.
Kern des Konzepts sind drei zentrale Bausteine. Erstens bekennt sich die Gesellschafterfamilie ausdrücklich zur Fortführung des Unternehmens. Dieses Bekenntnis umfasst neben dem Standort Karben und der Marke auch einen finanziellen Beitrag in Form eines Kaufpreises sowie zusätzlicher Investitionsmittel.
Zweitens stellen die Finanzierungspartner im Rahmen einer tragfähigen Gesamtstruktur die notwendigen liquiden Mittel bereit. Die Finanzierung erfolgt auf Basis marktüblicher besicherter Kreditvereinbarungen und soll in der kommenden Phase Stabilität sowie Investitionsfähigkeit gewährleisten.
Drittens sieht das Konzept strukturelle Anpassungen innerhalb der Belegschaft vor. Geplant ist eine sozialverträgliche Reduzierung um voraussichtlich rund 157 Mitarbeitende. Für die betroffenen Beschäftigten ist der Wechsel in eine Transfergesellschaft vorgesehen. Diese soll Qualifizierungsangebote, individuelle Beratung sowie Unterstützung bei der beruflichen Neuorientierung und Vermittlung in neue Beschäftigungsverhältnisse bieten.
Darüber hinaus leisten auch die verbleibenden Mitarbeitenden im Rahmen von Sozialplan und Interessenausgleich einen finanziellen Beitrag. Vorgesehen sind unter anderem Anpassungen bei Sonderzahlungen sowie die zeitliche Verschiebung tariflicher Erhöhungen. Aus wirtschaftlicher Sicht dienen diese Maßnahmen dazu, die Kostenstruktur nachhaltig zu stabilisieren und die verbleibenden Arbeitsplätze langfristig zu sichern.
Für den Fachhandel und Projektkunden im Objektgeschäft ist vor allem die Aussage relevant, dass der operative Geschäftsbetrieb uneingeschränkt weiterläuft. Lieferfähigkeit, Projektabwicklung und Service sollen damit auch während des weiteren Verfahrens gewährleistet bleiben. Gerade im Markt für Büroeinrichtungen ist diese Kontinuität ein wichtiger Faktor für laufende Ausschreibungen, Planungsprozesse und Investitionsentscheidungen.
Patrick Heinen, CRO, ordnet die Einigung klar ein. „Die erzielte Einigung ist ein wichtiges Signal für die Zukunft von König + Neurath. Sie zeigt, dass alle Beteiligten Verantwortung übernommen und gemeinsam eine tragfähige Lösung erarbeitet haben. Die Einschnitte sind schmerzhaft, aber sie schaffen die Grundlage für einen stabilen Neustart. Unser Dank gilt unseren Mitarbeitenden sowie unseren Finanzierungspartnern und der Gesellschafterfamilie für ihr klares Bekenntnis zum Unternehmen und zum Standort Karben. Jetzt richten wir den Blick nach vorn und stärken unsere Rolle als Impulsgeber für zukunftsfähige, nachhaltige Arbeitswelten.“
Mit der erzielten Lösung steuert das Unternehmen nun auf einen planmäßigen Abschluss des Eigenverwaltungsverfahrens zu. Für den Markt ist das ein wichtiges Signal, dass ein bedeutender deutscher Büromöbelanbieter seine Restrukturierung auf eine belastbare finanzielle und operative Basis stellt.
koenig-neurath.com