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Thursday, 5. November 2026
PBS-Markenindustrie 05.11.2026
Wie entwickelt sich der deutsche PBS-Markt – und wie erreichen Hersteller und Händler künftig ihre Kunden? Diese Fragen standen im Mittelpunkt der Herbstkonferenz der PBS-Markenindustrie am 3. und 4. November 2026 in Düsseldorf. Neben der wirtschaftlichen Lage beschäftigten sich die Teilnehmer mit der Rolle von Amazon, den Folgen KI-gestützter Einkaufsprozesse und der wachsenden Bedeutung strukturierter Produktdaten.

Die PBS-Branche muss sich mit veränderten Marktbedingungen und neuen Formen der Produktsuche auseinandersetzen. Während die wirtschaftliche Entwicklung das Tagesgeschäft prägt, wirft der zunehmende Einsatz Künstlicher Intelligenz grundlegende Fragen für Vertrieb und Vermarktung auf. Wenn digitale Assistenten Produkte recherchieren, Angebote vergleichen und Kaufentscheidungen vorbereiten, verändern sich auch die Voraussetzungen dafür, dass Marken und ihre Sortimente beim Kunden sichtbar bleiben.
Die Herbstkonferenz der PBS-Markenindustrie in Düsseldorf beleuchtete deshalb sowohl die aktuelle Marktlage als auch die künftigen Spielregeln im Onlinehandel. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie sich Industrie und Handel auf diese Veränderungen einstellen können.
NielsenIQ ordnet die Marktentwicklung ein
Den Auftakt gestalteten Aleksandra Luchnik, Bettina Kolbus und Margareta Bandele von NielsenIQ. Sie stellten aktuelle Zahlen zur Entwicklung des deutschen PBS-Marktes vor und lieferten damit die Grundlage für die weitere Diskussion über die wirtschaftliche Situation der Branche.
Wie unterschiedlich die Ausgangslage innerhalb des PBS-Marktes ist, hatten Volker Jungeblut, Geschäftsführer und Sprecher der PBS-Markenindustrie, und Vorstandsmitglied Detlev Galland bereits im Vorfeld der Konferenz erläutert. In einem Interview mit PBS Report beschrieben sie den Druck auf den klassischen Bürobedarf durch Digitalisierung und veränderte Arbeitsweisen. Innovative Schulartikel und Kreativprodukte entwickelten sich dagegen teilweise stabil oder verzeichneten Zuwächse. Zugleich erschwerten kurzfristigere Bestellungen die Planung der Hersteller. Zum Interview bei PBS Report
Vor diesem Hintergrund gewinnt die Frage nach dem künftigen Kundenzugang zusätzlich an Gewicht. Hersteller und Händler müssen einschätzen, welche Vertriebswege relevant bleiben und welche Anforderungen durch neue digitale Einkaufsprozesse entstehen.
Amazon und KI-Agenten im Fokus
Christian Otto Kelm nahm die Rolle von Amazon und die Entwicklungen rund um Künstliche Intelligenz kritisch unter die Lupe. Sein Beitrag griff damit zwei Themen auf, die für die digitale Sichtbarkeit von Produkten und Marken eng miteinander verbunden sind: die Bedeutung großer Handelsplattformen und den Einfluss neuer Technologien auf die Produktauswahl.
Georg Mersmann, Vorstand der Soennecken eG, beschäftigte sich anschließend mit den Auswirkungen von KI-Agenten auf den Einkauf. Im Kern geht es dabei um die Frage, was sich verändert, wenn Kunden bei der Suche und Auswahl von Produkten zunehmend Unterstützung durch digitale Assistenten erhalten.
Für Hersteller und Händler erweitert sich damit die Aufgabe, ihre Angebote auffindbar und verständlich darzustellen. Produktinformationen müssen auch dann aussagekräftig sein, wenn sie von einem technischen System ausgewertet und für eine Empfehlung herangezogen werden. Dadurch rückt die Qualität der zugrunde liegenden Daten stärker in den Mittelpunkt.
Produktdaten werden zur strategischen Aufgabe
Warum strukturierte Produktdaten künftig noch wichtiger werden, zeigte Thomas Uebing, Vice President Digital Marketing & E-Commerce bei Durable, und Mitglied des Vorstands der PBS-Markenindustrie. Die Informationen zu einem Artikel bilden eine wesentliche Grundlage dafür, dass dessen Eigenschaften erkannt, eingeordnet und mit anderen Angeboten verglichen werden können.
Vollständige, aktuelle und eindeutig zugeordnete Angaben gewinnen damit über die klassische Darstellung im Onlineshop hinaus an Bedeutung. Für Unternehmen stellt sich die Aufgabe, ihre Produktinformationen so bereitzustellen und zu pflegen, dass sie in unterschiedlichen digitalen Anwendungen nutzbar sind.
Volker Jungeblut hob in seinem Rückblick auf die Konferenz insbesondere diesen Zusammenhang hervor: Wer seine Produktdaten nicht strukturiert und aktuell bereitstellt, riskiert, bei KI-gestützten Produktsuchen künftig nicht berücksichtigt zu werden. Die veränderte Suche nach Produkten wird damit zu einer strategischen Frage für die gesamte Wertschöpfungskette.
Austausch zwischen Industrie und Handel
Eine abschließende Podiumsdiskussion führte die Themen der Veranstaltung zusammen. Neben den Vorträgen bot die zweitägige Konferenz Raum für persönliche Gespräche und den Austausch zwischen Industrie und Handel.
Die Diskussionen machten deutlich, wie eng wirtschaftliche Herausforderungen und technologische Veränderungen miteinander verknüpft sind. Die Branche muss das laufende Geschäft in einem schwierigen Marktumfeld sichern und zugleich die Voraussetzungen für den künftigen Kundenzugang schaffen. Verlässliche Produktinformationen und die Auseinandersetzung mit neuen Einkaufsprozessen werden dabei zu wichtigen Aufgaben für Hersteller und Händler.
pbs-markenindustrie.de