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Soennecken eG 05.12.2014

Lieferantentag: weitreichende Veränderungen auf der Agenda

Die Soennecken eG bleibt weiter auf Wachstumskurs. Bis einschließlich Oktober konnte der Gesamtumsatz von Vertragslieferanten- und Warengeschäft im Vergleich zum Vorjahr um 2,9 Prozent gesteigert werden. Das gab Soennecken-Vorstandssprecher Dr. Benedikt Erdmann auf dem Lieferantentag in Overath bekannt. Darüber hinaus skizzierte er die Pläne des Vorstands nach der im November beschlossenen Satzungsänderung. „Die Soennecken eG wird sich verändern.“ Das Ziel der Genossenschaft bleibe jedoch unverändert: die Förderung der Mitglieder.

Dr. Benedikt Erdmann, Soennecken eG
Dr. Benedikt Erdmann, Soennecken eG

Stand Ende Oktober betrug der Gesamtumsatz im laufenden Jahr 486,5 Millionen Euro. Auf das Vertragslieferantengeschäft entfielen davon 395,1 Millionen Euro (Steigerung gegenüber 2013: 2,7 Prozent), der Umsatz beim Warengeschäft betrug 91,3 Millionen Euro (Steigerung gegenüber 2013: 2,9 Prozent). Damit liegt Soennecken im Plan. Für 2015 rechnet die Genossenschaft mit einem Gesamtumsatzwachstum von 1,8 Prozent.

Der mittlerweile elfte Lieferantentag stand ganz im Zeichen der außerordentlichen Generalversammlung und der drei Fachtagungen, die Ende November in Köln stattgefunden hatten. Auf der außerordentlichen Generalversammlung war die Satzung der Genossenschaft dahingehend verändert worden, dass Soennecken ab sofort Eigengeschäft mit End- und Geschäftskunden betreiben kann. Den rund 120 Besuchern des Lieferantentages legte Dr. Erdmann dar, wie Soennecken das Mandat der Mitglieder zu nutzen gedenkt. Demnach erwägt der Vorstand den Erwerb von maximal vier Einzelhandelsgeschäften „mit Marktbedeutung“, die als Concept- Stores fungieren sollen. Ferner werde man bei Bedarf Geschäftsübernahmen aus dem Mitgliederkreis prüfen. Ein Erwerb komme nur dann in Frage, wenn er der Erhaltung der Markstellung diente. Online wolle man mit einem eigenen Versandhandelsunternehmen für gewerbliche C-Kunden Präsenz zeigen, das – wie auch die Einzelhandelsgeschäfte – nicht unter dem Namen „Soennecken“ am Markt auftreten würde. Hierbei bevorzuge man den Kauf eines bereits im Markt agierenden Unternehmens: „Ein kompletter Neuaufbau kann nur die letzte Lösung sein.“

„Die Zukunft von Soennecken liegt aber nicht im Eigengeschäft”, betonte Dr. Erdmann. Zweck des Eigengeschäftes sei es, das Mitgliedergeschäft zu stabilisieren: durch die Generierung neuer Umsätze und vor allem aber auch durch den Aus- und Aufbau von Know-how, das den Mitgliedern zur Verfügung gestellt wird. „Das allein reicht aber noch nicht“, stellte Dr. Erdmann klar. Mit Blick auf die Herausforderungen der Zukunft komme es nun darauf an, Bestehendes besser zu machen und weitreichende strategische Maßnahmen zu ergreifen. Drei zentrale Punkte – Zukunftsbild des Einzelhandels, Ausbau des digitalen B2B-Geschäftsmodels, Büromöbel-Offensive im Streckenhandel – hatten bereits die Agenda der Fachtagungen bestimmt. Über die dort vorgestellten Pläne und Dienstleistungen informierten die entsprechenden Experten der Soennecken eG die Lieferanten. Dr. Erdmann kündigte zudem unter anderem an, im sehr erfolgreichen Geschäftsfeld Drucken + Kopieren „die nächste Kompetenzstufe“ erreichen zu wollen und – als Innovation – Produkte und Dienstleistungen rund um das digitalisierte Büro aufzubauen. „Wir werden hier ganz neue Dinge tun“, so der Vorstandssprecher. www.soennecken.de