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Schneider 21.12.2022

Investition in ein automatisches Kleinteilelager

Schneider Schreibgeräte hat mit der Umsetzung einer lang geplanten Gebäudeinvestion am Standort Tennenbronn begonnen. Ein neues automatisches Kleinteilelager soll in Zukunft die Abläufe intern verbessern. Trotz schwieriger geographischer Bedingungen vor Ort soll der moderne Hochbau im Herbst 2023 seiner Bestimmung übergeben werden. Beim Brandschutz setzen die innovativen Schwarzwälder auf die Physik.

Schneider: 100 Sprengungen waren nötig. Über 1.000 LKW-Ladungen Steine wurden abtransportiert, um Platz zu schaffen.
Schneider: 100 Sprengungen waren nötig. Über 1.000 LKW-Ladungen Steine wurden abtransportiert, um Platz zu schaffen.© Schneider

Mit dem neuen Hochbau wird vermieden, dass mehr versiegelte Flächen notwendig werden. Alte, schlecht isolierte und sanierungsbedürftige Gebäude wurden dafür abgerissen und lassen jetzt ein komplett neues und modernes Kleinteilelager entstehen. Zusätzlich gewinnt das Unternehmen mit dieser Maßnahme 30 Prozent an Produktionsfläche.

Das neue automatische Kleinteilelager wird die Abläufe intern verbessern, die Effizienz und die Produktivität steigern. Es dient hauptsächlich dazu vorgefertigte Halbteile und Komponenten wie Spitzen, Spritz- und Einkaufsteile für die einzelnen Montagabteilungen der Schreibgerätefertigung zu lagern und diese zu versorgen.

Das neue Gebäude wird 40 Meter lang, 20 Meter tief und 27,5 Meter hoch. Darin finden vier Transportgassen Platz für vollautomatische Fördertechnik in die Hochregale und bis zu 65.000 Behälterstellplätze. Jeder einzelne Behälter wird vollautomatisch (personenlos) durch selbst fahrende elektrische Fahreinheiten und Rollenbänder von und zu den auf vier Stockwerken befindlichen Montageabteilungen ein- und ausgelagert.

Brandschutztechnisch wurde das Optimale herausgeholt. Der Sauerstoffanteil in der Atmosphäre des Hochregallagers wird durch die Zuführung von Stickstoff von 20,9 Vol.-% auf 13,7 Vol.-% abgesenkt. Das entspricht einem Sauerstoffgehalt von 3.500 Meter über dem Meeresspiegel, ist also höher als Deutschlands höchster Berg, die Zugspitze. In dieser Atmosphäre können selbst Rohstoffe wie Holz, Kunststoff und Pappe nicht mehr brennen, da nicht mehr ausreichend Sauerstoff vorhanden ist.

Aufgrund des geringeren Sauerstoffgehalts dürfen deshalb das Gebäude nur Personen betreten, die einen medizinischen Check und eine Schulung hinter sich haben. Besucher können die Räumlichkeiten nicht direkt betreten. Sie bekommen aber über drei große Glasscheiben Einblick in das Geschehen. Die Inbetriebnahme ist für den Herbst 2023 geplant.

Damit setzt Schneider seine dynamische Entwicklung und strategischen Investitionen fort und erwartet in den künftigen Jahren weiter Umsatzwachstum.
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